Monatsarchiv 29. Oktober 2020

Richtig lüften, Schimmelbildung vorbeugen

Schimmel in Wohnräumen

Richtig lüften heißt, die Luft zwischen Innenräumen und Außenwelt so auszutauschen, dass in den Räumen sauerstoffreiche und schadstoffarme Raumluft herrscht. Feuchtigkeit wird beim regelmäßigen Lüften von innen nach außen abgeführt, so dass innen die Gefahr für Schimmelbildung sinkt.

Es gibt unterschiedliche Formen der Lüftung:

  • Kipplüftung

Die Kipplüftung ist sehr beliebt, jedoch nicht wirklich effizient. Sie ist, wenn überhaupt außerhalb der Heizperiode halbwegs geeignet.

  • Stoßlüftung

Die Stoßlüftung wird statt der Kipplüftung dringendst empfohlen. Sie sollten mehrmals täglich Stoßlüften, beispielsweise morgens, mittags und abends. Um einen optimalen Luftwechsel zu gewährleisten reicht es, wenn ein Fenster im zu lüftenden Raum 10-15 Minuten geöffnet wird.

  • Querlüftung

Die Querlüftung bietet die beste Möglichkeit, um die Räume richtig zu lüften. Für diese Lüftungsart werden die gegenüberliegenden Fenster und Türen gleichzeitig öffnen.

Empfohlene Dauer des Stoßlüftens:

  • Dezember bis Februar: bis zu 5 Minuten
  • März bis November: bis zu 10 Minuten
  • April, Mai und September, Oktober: bis zu 15 Minuten
  • Juni bis August: bis zu 25 Minuten

Weitere Tipps, die vor Schimmelbefall bewahren:

  • Nach dem Duschen direkt stoßlüften
  • Wenn man bei geschlossenem Fenster nachts schläft, tagsüber mehrmals stoßlüften
  • Wäsche nicht in der Wohnung trocknen, sondern im Keller, auf dem Balkon oder Garten, gegebenenfalls Trockner benutzen

Private Nutzung von Gewerbeimmobilien

Wenn man eine Gewerbeimmobilie als Wohnung nutzen möchte, ist dies eine Nutzungsänderung. Eine Nutzungsänderung entspricht baurechtlich der Errichtung eines neuen Gebäudes und wird auch wie ein Neubauvorhaben geprüft. Das im Gewerbegebiet geltende Bauplanungsrecht bietet den rechtlichen Rahmen. In einem Gewerbegebiet dürfen laut Baunutzungsverordnung lediglich Gewerbebetriebe angesiedelt werden. Die Baunutzungsverordnung gestattet Eigentümern eines Unternehmens, Betriebsleiter und Aufsichtspersonal eine Gewerbeimmobilie als Wohnung zu nutzen.

 

Diese fünf Regeln muss man befolgen, wenn man eine Gewerbeimmobilie privat nutzen möchte:

  1. Wer eine Gewerbeimmobilie als Wohnung nutzen möchte, sollte sich vorher beim zuständigen Bauamt informieren, ob eine Nutzungsänderung möglich ist.
  2. Die Bewohnbarkeit muss sichergestellt werden, indem entsprechende Umbauten vorgenommen werden. Umbauten oder die Gewährleistung des Brand- und Lärmschutzes müssen nachgewiesen werden, wenn man beabsichtigt eine Gewerbeimmobilie privat zu nutzen.
  3. Betrifft die Nutzungsänderung eine vermietete Immobilie, muss der Mietvertrag angepasst werden. Mietverträge für gewerbliche Objekte unterliegen anderen Bestimmungen als Mietverträge für Wohnraum.
  4. Die Nutzungsänderung muss dem Finanzamt mitgeteilt werden, da für den privat genutzten Teil der Immobilie im Mietvertrag keine Umsatzsteuer vorgesehen ist. Gewerbliche Immobilien unterliegen anderen Besteuerungskriterien als Immobilien, die als Wohnraum vermietet werden.
  5. Befindet sich die Immobilie im Gemeinschaftseigentum, müssen alle Eigentümer der Umwandlung zum Wohnraum zustimmen. Stimmen die Miteigentümer nicht zu, darf man erst dann die Gewerbeimmobilie privat nutzen, wenn dafür ein Gerichtsurteil erstritten wurde.

Liegenschaftszins

Liegenschaftszins

Der Liegenschaftszins ist eine Rechengröße, die zur Wertermittlung von Immobilien im Ertragswertverfahren benötigt wird. In der Wertermittlungsverordnung wird der Liegenschaftszins als Zinssatz definiert, mit dem der Verkehrswert einer Liegenschaft im Durchschnitt marktüblich verzinst wird.

Je niedriger der Liegenschaftszinssatz ist, desto wertstabiler ist die Immobilie.

Die Höhe des Liegenschaftszinses wird nach Grundstückslage, Art und der Restnutzungsdauer eines Objektes bestimmt.

ImmobilieLiegenschaftszinssatz in %
Freistehendes Einfamilienhaus2,0 – 3,5
Eigentumswohnung3,0 – 4,5
Vierfamilienhaus bis Mehrfamilienhaus4,0 – 5,5
Büro- und Geschäftshäuser4,5 – 7,5
Sport- und Freizeitanlagen7,0 – 9,0

 

Immobilienfinanzierung

 

Eine Immobilienfinanzierung stellt eine streng verwendungszweckorientierte Finanzierung für eine Immobilie dar. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil für die Errichtung, den Erwerb oder die Sanierung von Bauwerken.

Eine Immobilienfinanzierung funktioniert generell genauso wie jede andere Finanzierung. Der Bauherr leiht sich den fehlenden Betrag bei einem Kreditinstitut und zahlt das Geld in monatlichen Raten über einen langen Zeitraum zurück. In den monatlichen Raten sind ein Tilgungs- und ein Zinsteil enthalten.

Zu den Hauptkosten einer Immobilienfinanzierung kommen noch die Nebenkosten, die die Bank berechnet, dazu. Zu diesen Nebenkosten gehören die Bearbeitungsgebühren, die Restschuldversicherung und die Bereitstellungskosten.

Die Immobilienfinanzierung kommt problemlos zustande, wenn man über ausreichendes Einkommen verfügt, um die monatlichen Raten zu bezahlen und die geforderte Eigenkapitalquote nachweisen kann.

Kennzeichnung Glastüren

Die ASR A1.7 schreibt die Kennzeichnung von Türen und Toren vor. Diese Regelung betrifft Türen und Tore, deren Fläche zu mehr als drei Viertel aus Glas bestehen.

Eine einfache und wirkungsvolle Lösung ist ein bekleben der Glasfläche mit einer Dekorfolie, mit Folienpunkten oder Folienringen.

Darauf muss geachtet werden:

  • Türen sollten mit mehreren kleinflächigen Aufklebern auf Augenhöhe beklebt werden
  • Ein deutlicher Kontrast zum Hintergrund muss bestehen
  • Beachtung der Erkennungsweite, um die Größe der Klebefolie zu bestimmen

Nießbrauch und Wohnrecht

Mit dem Begriff Wohnrecht wird das Recht bezeichnet, eine Immobilie beziehungsweise einen Teil einer Immobilie zu bewohnen, ohne dass man selbst Eigentümer ist.

Das Nießbrauchrecht weist einige Parallelen zum Wohnrecht auf. Beide werden im Grundbuch eingetragen und führen zu einer Belastung des Grundstücks. Beide Rechte können nicht vererbt werden und bestehen auch bei einem Wechsel des Eigentümers der Immobilie fort.

Es gibt aber einen deutlichen Unterschied:

Anders als beim Wohnrecht kann bei einem Nießbrauchrecht die Immobilie auch vermietet werden, sofern die Vermietung nicht vertraglich ausgeschlossen wurde.

Das kann vorteilhaft sein, wenn beispielsweise der Wohnrechtinhaber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr bewohnen kann und in ein Pflegeheim umzieht. Die Kosten hierfür können dann über die Mieteinnahmen abgedeckt werden.

Nießbrauch und Wohnrecht

 

Mikroapartments

Mikroapartment

Ein Mikroappartement ist eine in sich geschlossene, kleine Einzimmerwohnung. Typischerweise bieten sie auf ca. 14-32 Quadratmeter Platz für Wohn- und Schlafraum, ein Bad und eine Küchenzeile.

Mikroappartements werden immer beliebter, sie maximieren den Gewinn für Bauherren und Vermieter und bieten relativ preisgünstige Unterkünfte.

Die steigende Zahl an Single-Haushalten und die Tatsache, dass der Wohnraum in den Ballungsgebieten zunehmend knapp wird, führen zur steigenden Nachfrage nach Mikroappartements.

Nicht nur die wachsende Zahl an Studenten erhöht die Nachfrage nach kleinen Wohnungen. Auch andere Gruppen sind ebenfalls auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum:

  • Berufspendler mit befristeten Arbeitsverträgen
  • Rentner
  • Berufseinsteiger mit niedrigen Anfangsgehältern
  • Berufstätige, die öfter an einem bestimmten Einsatzort tätig sind

Mikroappartements erwirtschaften für Investoren einen höheren Mietertrag und eine bessere Rendite als klassische Neubauwohnungen. Bei Mikroappartements gelten keine Mietspiegel oder Mietpreisbremsen, wenn sie möbliert und mit einem Zeitvertrag vermietet werden.

Investoren sollten trotzdem einiges beachten:

  • Ausreichend Eigenkapital sollte vorhanden sein
  • Finanzieller Spielraum für Reparaturen oder Nachzahlungen sollte vorhanden sein
  • Die Lage des Appartements verspricht eine weiterhin positive Wertentwicklung
  • Der Zustand des Gebäudes ist gut, sodass kein Sanierungsbedarf besteht
  • Die Mietrendite wurde möglichst exakt kalkuliert und dabei das Risiko adäquat einbezogen
  • Die Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr ist gut und, oder ein Autostellplatz ist vorhanden.
  • Die Infrastruktur vor Ort ist gut.
  • Die Höhe des Hausgelds wurde bei der Renditeermittlung einbezogen
  • Die Bevölkerungsentwicklung ist positiv.

 

 

Einsatz von Löschhubschrauber bei Waldbränden

Löschhubschrauber

Oft kommt es auch bei uns zu Waldbränden, denn je heißer es ist im Sommer umso trockener sind die Waldböden und das Holz. Eine brennende Zigarette, die achtlos weggeworfen wurde reicht meistens schon aus um einen Brand entstehen zu lassen. Dann sind Menschen und Tierleben bedroht.

Gerade großflächige Waldbrände sind vom Boden aus kaum unter Kontrolle zu bringen. Zudem kann ein Bodeneinsatz jederzeit die Feuerwehrleute selbst in Gefahr bringen. Bei vielen Waldbränden kommen deshalb Löschhubschrauber zum Einsatz. Aus sicherer Höhe können sie große Wassermengen großflächig auf die betroffenen Gebiete abgeben.

Löschhubschrauber in Akutsituationen

Natürlich verläuft die Löschung eines Waldbrandes umso effektiver, je mehr Wasser innerhalb kurzer Zeit über der zu löschenden Fläche abgegeben werden kann. Dafür sind zwei Faktoren entscheidend: Einerseits werden leistungsstarke Helikopter benötigt, die mehrere Tonnen Löschwasser auf einmal transportieren können. Andererseits können erfahrene Piloten auch mit diesen schweren Lasten schnell und präzise fliegen, so dass zwischen zwei Löschwasserabgaben nur wenig Zeit verstreicht.

Der Transport des Löschwassers erfolgt in großen Eimern. Viele Modelle bestehen aus Aluminium, andere sind aus robustem, faltbarem Material gefertigt und sind dadurch deutlich leichter. Die Löschwasserbehälter werden entweder ausstehenden Gewässern in der Nähe befüllt oder durch Fahrzeuge der Feuerwehr mit Wasser versorgt. Viele Städte oder Länder halten solche Eimer zentral vor und verwenden sie dort, wo Bedarf besteht.

 

Löschhubschrauber in Bereitschaft

Die Wahrscheinlichkeit von Waldbränden ist in anhaltenden Hitze- und Trockenheitsperioden besonders groß. Hier kann sich ein Feuer extrem schnell ausbreiten und großen Schaden anrichten. Aus diesem Grund sorgen Städte und Regionen mit hohem Waldbrand-Risiko während dieser Zeit für eine Löschhubschrauber-Bereitschaft vor Ort.

KfW-Förderung bei Immobilien

KfW Förderung

Die bundeseigene Förderbank KfW finanziert das Bauen und den Kauf von energieeffizienten Gebäuden, das energetische Sanieren oder den Umbau sowie die Nutzung erneuerbarer Energien mit umfangreichen Fördermitteln.

Wichtige Fakten:

  • KfW bietet Darlehen und Zuschüsse
  • Förderung ist stets an Bedingungen geknüpft
  • Förderantrag muss vor dem Beginn der Umsetzung gestellt werden
  • Energieeffizienz-Experten sind in der Regel einzubeziehen
  • Kredite werden über herkömmliche Banken beantragt, Zuschüsse über das KfW-Zuschussportal

KfW-Förderprogramme gibt es für Unternehmen, Handwerker, Familien oder Hausbesitzer.