Monatsarchiv Oktober 2019

VonCarina Borgers

Maßnahmen bei einem Wasserschaden

Ein Wasserschaden im Haus ist mit viel Ärger, Arbeit und hohen Kosten verbunden. Im Ernstfall ist schnelles Handeln erforderlich, um den Wasserschaden zu begrenzen und die Folgen so schnell wie möglich zu beseitigen.

Der Wasserschaden kann durch Ereignisse innerhalb und außerhalb der Wohnung verursacht werden

  • Rohrbruch
  • Defekte Wasch- oder Geschirrspülmaschine
  • Überlaufene Badewanne
  • Undichtes Dach
  • Schäden an der Fassade des Hauses
  • Hochwasser
  • Starkregen

Wird durch das Wasser die Bausubstanz beschädigt, hat dies die schlimmsten Konsequenzen, denn dann sind umfangreiche, teure Sanierungsmaßnahmen notwendig.

Beim Entdecken des Wasserschadens ist schnelles, umsichtiges Handeln nötig

  • Wasserzufuhr abstellen
  • Stromzufuhr im betroffenen Bereich unterbrechen
  • Wasser beseitigen
  • Einrichtungsgegenstände trocknen
  • Bei tropfender Decke Möbel abdecken
  • Lüften
  • Schaden dokumentieren (Fotos)
  • Versicherung informieren

Hinweis: Nach einem Wasserschaden müssen Sie nicht auf die Freigabe durch die Versicherung warten. Stattdessen können sie Maßnahmen wie beispielsweise das Aufstellen von Bautrocknern und weitere Maßnahen, die zur Minderung des Schadens beitragen unmittelbar nach Kenntnisnahme des Schadens beauftragen. Derartige Kosten können als sogenannte Schadenminderungskosten beziehungsweise Schadenabwendungskosten geltend gemacht werden (§ 82 Versicherungsvertragsgesetz).

 

Beschleunigung der Trocknung nach einem Wasserschaden durch Fachbetrieb, um Wände, Decken und Böden zu trocknen mit verschiedenen Trocknern

  • Kondensationstrockner
  • Adsorptionstrockner
  • Infrarot- und Dunkelstrahler

Die gründliche Trocknung ist die wichtigste Voraussetzung zur Vermeidung von Folgeschäden durch feuchtes Mauerwerk.

Bildung von Schimmel vorbeugen

Schimmel entsteht durch Feuchtigkeit. Je länger Wände und Böden feucht oder sogar nass sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich Schimmel bildet. Deswegen ist es sehr wichtig, mit einer geeigneten Trocknungsmethode dafür zu sorgen, dass die Nässe schnell verschwindet.

Bildquelle: Infrogmation – Eigenes Werk, CC BY 2.5

Übernahme eines Wasserschadens durch die Versicherung

  • Hausratversicherung: übernimmt Schäden, die von Leitungswasser verursacht wurden
  • Wohngebäudeversicherung: übernimmt Schäden am Gebäude und bezahlt die Sanierung von Böden, Wänden, Heizungs- und Sanitäranlagen
  • Elementarschadenversicherung: sichert Wasserschäden durch Unwetter ab
  • Privathaftpflichtversicherung: kommt für den finanziellen Schaden auf, wenn man durch fahrlässiges Verhalten einen Wasserschaden in der Nachbarwohnung verursacht hat

Bei Miet- und Eigentumswohnungen gilt generell der Grundsatz, dass der Verursacher für die Schäden bezahlen muss, Verursacherprinzip.

Wasserschäden müssen umgehend gemeldet und dokumentiert werden.

Bei der Wertermittlung einer Immobilie werden Wasserschäden, Schimmel oder die drohende Gefahr solcher Schäden durch spezialisierte Sachverständige beurteilt. Rückstände eines Wasserschadens oder das Vorhandensein alter, defekter Leitungen fließen in eine Immobilienbewertung mit ein und können den Wert der Immobilie erheblich schmälern.

 

VonCarina Borgers

Schimmel im Neubau

Während der Errichtung eines Einfamilienhauses werden etwa 15.000 Liter Wasser in Mörtel, Beton, Estrich und Putz eingebracht. Diese Menge an Feuchtigkeit muss möglichst rasch wieder verdampfen, sonst besteht die Gefahr, dass sich Schimmelpilze ausbreiten.

Ursachen für Schimmel im Neubau

Schimmelpilze sprießen, sobald ihnen Feuchtigkeit, organische Materialien und Sauerstoff zur Verfügung stehen.

Diese Elemente sind in einem kürzlich erst fertiggestellten Gebäude reichlich vorhanden. Früher wurde deutlich mehr Wert auf eine vollkommene Austrocknung des Rohbaus gelegt. Heute muss es dagegen meistens schnell gehen.

  • Selbst im Winter steht die Baustelle nicht still. Noch vor nicht allzu langer Zeit waren die Materialien nicht für das Bauen bei kalten Temperaturen ausgelegt. Innovative Baustoffe lassen sich auch im Winter verarbeiten. Ein zügiges Abtrocknen bleibt bei der Kälte jedoch auf der Strecke.
  • Beim Einzug direkt nach der Errichtung des Gebäudes lässt sich Schimmel im Neubau nur durch ausgiebiges Lüften und Heizen bzw. mit dem Einsatz eines Bautrockners umgehen.
  • Warme Luft steigt nach oben, deshalb dringt die bestehende Feuchtigkeit eventuell durch vorhandene Öffnungen in den Dachboden und kondensiert dort an kalten Oberflächen. Diese nassen Stellen bergen eine extrem hohe Schimmelgefahr.
  • Pfusch am Bau kann natürlich ebenfalls die Ursache von Schimmelschäden in neu errichteten Häusern sein. Dumpingpreise werden nicht selten mit minderwertigen Materialien und Ausführungen ausgeglichen.
  • Kommt es durch Baumängel zu Wärmebrücken, lassen Schimmelpilze nicht lange auf sich warten.

 

Maßnahmen zur Verhinderung von Schimmel im Neubau

  • Be- und Entlüftungsanlage einbauen
  • Öffnen der Fenster zum Luftaustausch
  • In den ersten Jahren zusätzliches Lüften
  • Gut heizen
  • Schränke nicht an Außenwände stellen

Atmungsaktive Wände tragen zu einer tiefgreifenden Schimmelvorbeugung bei.

Ein Hygrometer erteilt fortwährend Auskunft über die vorhandene Luftfeuchtigkeit und sollte deshalb in keinem neu errichteten Haus fehlen. Sobald das Gerät einen höheren Wert als 60% Luftfeuchte anzeigt, muss durch Lüften oder ggf. durch den Einsatz eines Entfeuchters gehandelt werden.

 

Fazit

Eine hohe Luftfeuchte leistet Schimmel im Neubau Vorschub. Wer in ein neues Haus einzieht, sollte unbedingt die Innenraumfeuchte messen und, wenn nötig, mehr lüften und heizen.

VonCarina Borgers

Brandschutz im Gastgewerbe im Überblick

  • Alle zwei Jahre müssen Feuerlöscher überprüft werden
  • Durch Sachkundige sind Feuerlöscher zu prüfen
  • Im gewerblichen Bereich brauch man immer einen Feuerlöscher
  • Die Anzahl der Feuerlöscher ist abhängig von der Brandgefährdung und der Grundfläche
  • Den Feuerlöscher der für den Betrieb geeignet ist findet man in der Brandklasseneinteilung A, B, C, D, F.
  • Für F Fettbrände braucht man einen speziellen Feuerlöscher
  • Ab einer gesamten Füllmenge von 50l Speisefett in Fritteusen/Fettbackgeräten benötigt man eine Löschanlage
  • Löschdecken zum Löschen von Fettbränden sind nicht geeignet
  • Löschdecken sind nicht für Personenbrände geeignet
  • In Betrieben mit erhöhter Brandgefährdung und hohen Personenzahlen ist die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten sinnvoll
  • Brandschutzbeauftragte haben ein fundiertes Wissen zum Thema Brandschutz. Sie können den Unternehmer in allen den Brandschutz betreffenden Fragen unterstützen und beraten
  • Brandschutzhelfer sollen die Aufgaben der Brandbekämpfung übernehmen und werden für diese Aufgabe vom Arbeitgeber bestellt, nach einer Ausbildung.
  • Die erforderliche Anzahl von Brandschutzhelfer ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung

Gasherd

VonCarina Borgers

Brandschutz im Einfamilienhaus

In Deutschland kommt es jährlich durchschnittlich zu rund 200.000 Wohnungsbränden. Die Ursachen für Brände sind hier vielseitig.

Vorbeugende Maßnahmen für den Brandschutz im Einfamilienhaus sind daher nicht zu unterschätzen und können in vielen Fällen Leben retten!

Das Hauptziel der Brandschutzbestimmungen ist es, das Leben von Menschen und Tieren zu schützen.

Bereits bei der Planung eines Hauses sollte man sich genauer mit den Brandschutzbestimmungen beschäftigen.

Folgende Maßnahmen für den Brandschutz im Einfamilienhaus sollten ergriffen werden:

  • Verwendung von Baustoffen und Bauteilen nach ihrem Brand- und Feuerwiderstandsklassen
  • Einhaltung von Gebäudeabständen
  • Festlegung von Flucht- und Rettungswegen
  • Anlagetechnischer Brandschutz: Rauchmelder, Feuermelder, Feuerlöscher

Einfamilienhaus

VonCarina Borgers

Prüfung von Leitern und Tritten

Leitern und Tritte sollen uns bei der Arbeit unterstützen und helfen in höheren Bereichen gut ranzukommen. Defekte Aufstiegshilfen können jedoch zu Unfällen führen. Deswegen ist jedes Unternehmen verpflichtet, seine Mitarbeiter, durch regelmäßige Überprüfung der Leitern und Tritte, zu schützen. Es empfehlt sich hier eine externe Person mit entsprechenden Sachkundenachweis gemäß BetrSichV §3 – DGUV Information 208-016 die Überprüfung durchführen zu lassen. Eine Prüfplakette sollte nach positiver Begutachtung angebracht werden.

Leiter_DGUV_Eulenpesch

Bildquelle: Rafael De Lancer von Pexels

 

Regelmäßige bedeutet mindestens einmal jährlich, bei häufigerem Einsatz der Aufstiegshilfen sollten kleinere Zeitabstände für die Überprüfung gewählt werden.

Die Prüfergebnisse müssen dokumentiert werden vom Unternehmer.

Unternehmer sollten ihre Mitarbeiter einen verantwortungsvollen Umgang mit Leitern und Tritten vermitteln.

Vorsicht ist besser als Nachsicht!

VonCarina Borgers

Photovoltaik als Risikofaktor – Erhöhte Brandlasten durch Photovoltaikanlagen

Photovoltaik ist gut für die Umwelt und hilft dem Klima. Aber es besteht auch eine Gefahr, da Strom und Wasser sich nicht vertragen. Deswegen ist Vorsicht geboten. Jedoch entstehen auch Gefahren durch andere Aspekte, wie zum Beispiel mechanische und elektrische Defekte, Brände und Blitzeinschläge. Dadurch können schwere Schäden entstehen, nicht nur Sach- sondern auch Personenschäden.

Die Isolierung der stromführenden Bauteile einer Photovoltaikanlage ist in der Regel gut. Es kann aber zu mechanischen oder elektrischen Problemen kommen, so dass durch eine Überhitzung ein Brand entstehen kann. Bei gesteckten Verbindungen von Kabel ist die Gefahr hier groß, wenn sie locker sitzen. Aber auch durch Durchtrennung der Kabel durch Tierbisse können Probleme auftreten.

Eine Solaranlage produziert Gleichstrom und keinen Wechselstrom, das ist ein Vorteil, wenn man selber mit blanken, leitenden Bauteilen in Kontakt kommt. Stromstärken von ca. 250 Milliampere sind erst lebensgefährlich, aber diese können bei viel Sonnenschein leicht erreicht werden. Hier ist also Vorsicht geboten.

Photovoltaikanlagen können auch während eines Feuers zum Problem werden. Beim löschen durch die Feuerwehr kann das Löschwasser an Bauteile mit Spannung kommen. Eine Brandfallnotabschaltung sollte immer leichterreichbar an der Anlage angebracht sein. Durch die Abschaltung wird ein Kurzschluss erzeugt, so kann das Löschwasser keine leitende Verbindung mehr herstellen.

Photovoltaik_Brandschutz_Eulenpesch

Blitze können bei einem Einschlag einen Brand entfachen. Deswegen ist ein wirkungsvoller Blitzschutz notwendig, da er die entstehende Überspannung in die Erde ableitet.

Die Leitungen eines Stromkreises sollten nahe beieinander verlegt werden, damit die Fläche so klein wie möglich gehalten wird.  Alle metallischen Installationen sollten unbedingt geerdet sein. Im privaten Bereich ist der Blitzschutz bei Photovoltaikanlagen gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Brände von Solaranlagen selber sind nicht ausgeschlossen, ein Brand kann immer entstehen. Viele Solarmodule sind als normal entflammbar bewertet. Beim Brandfall sollte die Feuerwehr ausreichend über die Leitungswege im Haus informiert werden.

Von Photovoltaikanlagen können Teile herunterfallen, Feuer führt meistens zu Abstürzen von Solarmodulen, weniger Stürme. Brände schwächen oft die tragende Dachkonstruktion, dadurch können Solarmodule ins Gebäude fallen. Häufiger tritt ein Absturz nach innen als einer nach außen auf.

VonCarina Borgers

Erste Hilfe und Verbandsmaterialien – Änderung der ASR A4.3

Anfang 2019 gab es eine Änderung der ASR A4.3 bezüglich der Platzierung von Erste Hilfe Koffern, Verbandskästen, etc.

„Verbandskästen sind überall dort bereitzuhalten, wo die Arbeitsbedingungen dies erforderlich machen. Sie sind so zu verteilen, dass sie höchstens 100m Wegstrecke oder einer Geschosshöhe erreichbar sind.“

Nach der Änderung ist also die Arbeitsumgebung neu zu bewerten und zu überprüfen, ob alles den aktuellen Anforderungen entspricht.

Die ASR A4.3 definiert die genaue Anzahl an Koffern anhand der Betriebsart in Verbindung mit der Beschäftigten.

BetriebsartZahl der BeschäftigtenKleiner VerbandkastenGroßer Verbandkasten
Verwaltungs- und Handelsbetriebe1-501-
51-300-1
301-600-2
für je 300 weitere Beschäftigte-+1
Herstellungs-, Verarbeitungsbetriebe und vergleichbare Betriebe1-201-
21-100-1
101-200-2
für je 100 weitere Beschäftigte-+1

Räume die einen Erste Hilfe Koffer enthalten, sollten entsprechend gekennzeichnet sein, so dass man sie im Notfall leichter zur Hand hat. Darüber hinaus müssen diese so angeordnet werden, dass diese innerhalb von maximal 100 Metern erreicht werden können. Insbesondere in Produktionsstätten und auf Baustellen ist zudem darauf zu achten, dass das Verbandmaterial vor schädigenden Einflüssen wie Nässe oder Verunreinigungen geschützt ist.

Erste-Hilfe Kasten, Verbandmaterial, ArbeitssicherheitErste-Hilfe Kasten, Verbandmaterial, Arbeitssicherheit

VonCarina Borgers

Absicherung von Gefahrenstellen

Bei jeder Arbeit, wo eine Gefahr auf dem Betriebsgelände entsteht, sollte die Stelle abgesichert werden, damit keiner zu Schaden kommt.

Arbeitgeber sind laut ArbSchG §3 verpflichtet ihre Arbeitnehmer vor Gefahren zu schützen.

Nach ASR A1.3 muss jede Gefahrenstelle ausreichend deutlich erkennbar und dauerhaft gekennzeichnet werden, durch Absperrband gelb/schwarz oder rot/weiß. Gelb/schwarz für dauerhafte Gefahrenstellen, rot/weiß markiert vorübergehende Gefahrenstellen. Diese müssen in einem Winkel von 45° und einem Breitenverhältnis von 1:1 angebracht werden.

Absperrbarke - Beratung durch Eulenpesch GmbH

Sechs Tipps für ihre Maßnahmenplanung:

  1. Dauerhafte oder vorübergehende Absperrung
  2. Absperrung für innen und/oder außen
  3. Absperrung soll auf besondere Gefahren hinweisen
  4. Diebstahlschutz notwendig
  5. Optimale Sichtbarkeit
  6. Anfahrschäden minimieren
VonThomas Eulenpesch

Nachträgliche Innendämmung

Eine Wärmedämmung soll dazu beitragen, dass der Durchgang der Wärmeenergie an der Gebäudehülle vermindert wird. Dadurch, dass sich der Wärmestrom jeweils in die Richtung der niedrigeren Temperatur (im Winter die Außentemperatur) bewegt, findet eine Wärmeübertragung vom Innenraum hin zur Oberfläche der Außenwand statt. Durch einen ausreichenden Wärmeschutz soll die Wärme länger im Gebäude erhalten werden und somit die notwendige Heizenergie reduziert werden.

Sowohl eine Dämmung der äußeren Wandoberfläche als auch eine Innendämmung können dazu beitragen, den Wärmeverlust deutlich zu reduzieren. Hierfür können unterschiedliche Materialien eingesetzt werden, um den Wärmestrom zu reduzieren. Maßgeblich hierfür ist jeweils, dass die Materialien eine geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen.

Insbesondere eine Innendämmung ist bei einer fehlerhaften beziehungsweise unsachgemäßen Ausführung kritisch zu betrachten. Denn hierdurch kann eine Schimmelbildung begünstigt werden. Daher ist es notwendig einerseits die richtigen Materialien einzusetzen und andererseits diese auch korrekt zu verarbeiten.

Damit nach der Durchführung einer Innendämmung Feuchtigkeit und Schimmel keine Probleme darstellen sollte zunächst dafür gesorgt werden, dass die Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen zwischen 40 % und 60 % liegt. Durch eine Wärmedämmung innerhalb des Gebäudes, wird bei einer korrekten Ausführung die bestehende Luftzirkulation, die sich bei älteren Gebäuden meist durch undichte Mauerwerksfugen oder Ähnliches ergibt, nachträglich verhindert.

Dies führt mithin dazu, dass der Luftaustausch zwischen Innenraum und der Außenwelt deutlich reduziert wird. Folglich kann die Luftfeuchtigkeit im Gebäude ansteigen und somit das Wachstum von Schimmelpilzen begünstigen. Daher muss im Zuge einer Innendämmung stets darauf geachtet werden, dass ein notwendiger Luftwechsel weiterhin erreicht werden kann. Hierzu ist neben der fachgerechten Montage der Innendämmung auch eine genaue Berechnung des notwendigen Lüftungsstroms und bei Bedarf der Einbau von technischen Maßnahmen notwendig.

Nachträgliche Innendämmung (Einblasdäummgun mit Dämmhülsen), Foto: Arnold Drewer; IPEG-Institut

 

Dämmstoffe für die Innendämmung

Für die Innendämmung werden unterschiedliche Materialien angeboten. Neben synthetischen Dämmstoffen werden hierfür beispielsweise Dämmstoffe aus Cellulose oder Holzfasern angeboten. Auch mal moralische Dämmstoffe wie Steinwolle oder Glaswolle eignen sich hierfür. Darüber hinaus werden im Rahmen der Innendämmung häufig auch sogenannte Klimaplatten beziehungsweise Calciumsilikatplatten eingesetzt.

Calciumsilikatplatten kennzeichnen sich dadurch, dass aufgrund der Vielzahl von Mikroporen Wasser aufgenommen, gespeichert und bei einer verringerten Raum Luftfeuchtigkeit wieder abgegeben werden kann. Somit tragen diese Platten auch zur Regulierung der Raum Luftfeuchtigkeit bei. Zudem können aufgrund des hohen pH-Wertes Schimmelpilze nicht beziehungsweise kaum wachsen. Auf der anderen Seite müssen diese Platten jedoch besonders sorgsam verarbeitet werden und eignen sich nicht für jede Art der Wandgestaltung.

 

Schimmel mit Innendämmung vermeiden

Nur dann, wenn die Innendämmung fachgerecht ausgeführt wird, und weitere wichtige Rahmenbedingungen erfüllt werden, lassen sich die Bildung von Feuchteschäden und Schimmelbildung nach einer Innendämmung vermeiden. Im Allgemeinen wird bei einem Wärmeschutz von Gebäuden eine Außendämmung empfohlen. Jedoch müssen hierbei stets die individuellen Rahmenbedingungen beachtet werden, sodass eine genauere Analyse vor Ort notwendig ist. Gerne stehen wir Ihnen hierbei beratend zur Seite.

 

VonThomas Eulenpesch

Worauf sollten Sie beim Hausbau achten?

Die Errichtung einer neuen Immobilie ist mit einer Vielzahl von Risiken verbunden. Daher gilt es durch geeignete Maßnahmen mögliche Risiken zu minimieren. Daher empfehlen wir Ihnen beim Hausbau auf Nummer sicher zu gehen und einen Bausachverständigen hinzuzuziehen. Dieser trägt auch dazu bei, unnötige Risiken zu vermeiden. Unser Sachverständigenbüro für die Region Kleve hilft Ihnen gerne Risikofaktoren zu erkennen und frühzeitig auszuschalten.

Baubegleitung: Mängel frühzeitig identifizieren und beseitigen

Eine Baubegleitung durch unsere zertifizierten Bausachverständigen ist selbst bei der Errichtung von kleinen Immobilien sinnvoll. Denn je eher ein Fehler während der Bauphase erkannt wird, desto schneller kann dieser beseitigt werden und desto geringer ist das mögliche Schadenspotenzial. Durch den Einsatz eines Baugutachters für die Region Kleve und den Niederrhein kann somit das Risiko von Baupfusch und Baumängel deutlich reduziert werden.

Unabhängige Beratung während der gesamten Bauzeit

Unser Sachverständigenbüro in Kleve am Niederrhein steht Ihnen von der Auswahl eines Bauunternehmens bis zur Endabnahme gerne zur Verfügung. Nach Möglichkeit Bauherren und Bausachverständigen bereits vor dem ersten Spatenstich mit der Kontrolle von Baubeschreibung, Bauplänen und Bauverträgen. Dies ermöglicht Fehlerquellen bereits vor der Bauausführung deutlich zu reduzieren.

Qualitätssicherung bei Bauvorhaben in Kleve und am Niederrhein

Durch unsere baubegleitende Qualitätssicherung sollen Planungsfehler, Ausführungsfehler oder der Einsatz falscher Materialien frühzeitig erkannt werden und Baumängel, Schäden sowie Wertminderungen an ihrem Traumobjekt vermieden werden. Bei einer vollständigen Baubegleitung, die eine Begutachtung zumindest bei Fertigstellung der Bodenplatte bzw. des Kellers, Fertigstellung des Rohbaus, Fertigstellung des Ausbaus und der Rohinstallation und zum finalen Fertigstellungszeitpunkt erfolgen sollte, kann die Fehlerquote auf ein Minimum reduziert werden.

Eulenpesch GmbH: Ihr Sachverständigenbüro für die Region Kleve

Sie sind noch unschlüssig, welche Leistung sie für ihr Bauvorhaben tatsächlich benötigen. Gerne stehen wir Ihnen beratend zur Seite und unterbreiten Ihnen ein kostenloses und unverbindliches Angebot.

VonThomas Eulenpesch

Schimmelbildung im Wohnraum

Für eine bestmögliche Wohnqualität und ein gesundes Wohnen, ist eine optimale Luftfeuchtigkeit sowie eine gute Luftqualität Grundvoraussetzung. Oftmals sieht die Realität jedoch anders aus. Beispielsweise dringen flüchtige organische Verbindungen aus Möbeln, Baumaterialien und anderen Einrichtungsgegenständen heraus und belasten die Innenluft. Zusätzlich kann diese Belastung mitunter durch Ausdünstungen und Spuren von Schimmelpilzen verstärkt werden.

Eine derartige Belastung, insbesondere durch Lösemittel, Weichmacher oder Formaldehyd sowie durch Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen können folglich auch Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Beispielsweise können neben einer Geruchsbelästigung auch Allergien oder Erkrankungen der Atemwege und Lunge hervorgerufen werden.

Damit es nicht so weit kommt, sollten Sie bestimmte Aspekte beachten, um den Schimmelpilzen eine möglichst unattraktive Umgebung zu bieten. Denn oftmals erreichen einfache Maßnahmen aus, um ein möglichst ungünstiges Milieu für Schimmelpilze zu schaffen.

 

Wie kann Schimmel in der Wohnung entstehen und welche Maßnahmen sind notwendig, um die Schimmelbildung zu verhindern?

In der Natur übernehmen Schimmelpilze die Aufgabe, abgestorbene Organismen zu zersetzen und übernehmen somit eine wichtige Aufgabe im ökologischen Stoffkreislauf. Durch den Abbau von organischen Stoffen werden beispielsweise Kohlenstoffdioxid und Wasser wieder zur Verfügung gestellt.

Grundsätzlich ist eine geringe Konzentration von Schimmelsporen permanent in der Außenluft vorhanden. Somit dringt diese auch durch geöffnete Fenster und Türen in den Wohnraum ein. Ein Schimmelwachstum in Innenräumen führt seinerseits zu einer erhöhten Konzentration von Schimmelsporen sowie der zugehörigen Stoffwechselprodukte in der Innenluft.

 

Voraussetzungen für Schimmelwachstum

Damit Schimmel in Innenräumen beziehungsweise im Allgemeinen wachsen kann, müssen die nachfolgenden Kriterien erfüllt sein:

  1. geeigneter Untergrund
  2. ausreichend Feuchtigkeit
  3. passende Raumtemperatur
  4. angemessener pH-Wert
  5. Sauerstoff

Schimmelpilze wachsen auf organischen Materialien und müssen genügend Feuchtigkeit (ungefähr mindestens 80 % Oberflächenfeuchtigkeit) zur Verfügung haben. Je nach Art des Schimmelpilzes sind unterschiedliche Raumtemperaturen ausreichen. Hinsichtlich des Sauerstoffgehaltes ist die normale Umgebungsluft mehr als ausreichend. Somit bilden beispielsweise organische Materialien wie eine Raufasertapete bei einer ausreichenden Feuchtigkeitszufuhr eine ideale Wachstumsgrundlage für Schimmelpilze.

Schimmel Wohnraum

Wodurch kann ein geeignetes Milieu für Schimmelpilze geschaffen werden?

Feuchte Wände oder Decken sollten nicht der Normalfall sein. Wenn bestimmte Bereiche des Hauses eine erhöhte Feuchtigkeit aufweisen, liegt meist ein Baumangel vor. Aber auch falsche Nutzungsgewohnheiten wie eine zu geringe Lüftung, eine falsche Lüftung oder auch eine hohe Dampfentwicklung wie beispielsweise in Küchen oder Bädern können zu erhöhten Feuchtigkeitswerten an Wänden und Decken führen.

Da sich beispielsweise beim Kochen oder Duschen der entstehende Wasserdampf an kühleren Oberflächen Decken und Wänden niederschlägt, muss darauf geachtet werden, dass diese Feuchtigkeit auch im Anschluss oder beispielsweise während des Kochens mittels Dunstabzugshaube aus dem Wohnraum heraus transportiert wird.

 

Wärmebrücken und feuchtes Mauerwerk als Auslöser für Schimmelpilze

insbesondere ungedämmte Außenwände und feuchtes Mauerwerk können eine Schimmelbildung in Innenräumen begünstigen. Dadurch, dass nasse oder ungedämmte Wände auskühlen wird auch schneller der sogenannte Taupunkt erreicht. Beim Taupunkt handelt es sich um die Temperatur, bei der eine Luftfeuchtigkeit von 100 % an der Oberfläche gegeben ist und somit die Luftfeuchtigkeit aus der Umgebungsluft kondensiert.

Die Problematik kann dabei beispielsweise durch eine eingeschränkte Luftzirkulation hinter Schränken verstärkt werden. Daher sollten Möbel möglichst nicht unmittelbar oder nur mit einem ausreichenden Abstand vor Außenwänden platziert werden. Auch Wärmebrücken (oftmals fälschlicherweise als Kältebrücken bezeichnet) können eine Schimmelbildung begünstigen. Derartige Wärmebrücken lassen sich beispielsweise aufgrund von geometrischen Gegebenheiten nicht immer vollständig vermeiden. Dies gilt auch für moderne, stark gedämmte Gebäude.

Hygrometer

Regelmäßiges Lüften und Kontrolle

Um die Bildung von Schimmelpilzen in Innenräumen zu vermindern, neben den baulichen Gegebenheiten auch das Verhalten der Nutzer von grundlegender Bedeutung. Hierbei wird billigerweise zur mehrmaligen Stoßlüftung am Tag geraten. Beispielsweise nach dem Aufstehen, beim heimkommen und vor dem Schlafengehen. Bei einem erhöhten Feuchtigkeitseintrag wie beispielsweise nach dem Baden oder Duschen und nach dem Kochen sollte zusätzlich ausreichend gelüftet werden.

Darüber hinaus kann Ihnen ein Hygrometer helfen, die aktuelle Raumluftfeuchtigkeit zu messen und im Bedarfsfall schnell durch das Öffnen des Fensters zu reagieren. Zeigt sich jedoch über einen längeren Zeitraum von mehreren Wochen, dass ein optimales Lüftungsverhalten nicht zum gewünschten Ergebnis führt, ist zu überprüfen, ob beispielsweise Baumängel vorliegen. Gerne stehen wir Ihnen beratend zur Verfügung und überprüfen sowohl die Bausubstanz als auch das Nutzerverhalten.