Monatsarchiv Mai 2020

Brandschutz in Altenheimen

Jährlich sterben bis zu 20 Bewohner, 150 weitere werden verletzt bei den rund 50 Bränden pro Jahr. Offenes Feuer, defekte Elektrogeräte und einschlafende Raucher sind häufige Ursachen für einen Brand. Deswegen besteht in einem Altenheim besondere Anforderungen an den Brandschutz.

Brandschutzbeauftragte und Feuerwehren unterweisen das Pflegepersonal und informieren die Bewohner über das richtige Verhalten im Brandfall. Doch zu enge Fluchtwege und zu schmale Türen in alten Altenheimen erschweren im Ernstfall die Evakuierung und erfordern alternative Rettungskonzepte.

Die Brände in Alten- und Pflegeheimen entstehen meist in den Zimmern der Bewohner. Dort schlafen die Senioren im Sessel oder Bett ein, während die Zigarette noch brennt. Brennbare Behälter werden als Aschenbecher missbraucht, brennende Streichhölzer landen im Papierkorb. Kerzen werden vergessen oder fallen um.

Zudem zeigen gerade ältere Altenheime im Brandschutz deutliche Mängel. Brandschutztüren werden zur Belüftung mit einem Keil offengehalten. Selbst Zimmertüren stehen zum Teil nachts offen, um mögliche Probleme des Bewohners besser mitzubekommen. Kommt es jedoch zu einem Brand, stehen dem Rauch im wahrsten Sinne des Wortes alle Türen offen. Brandmelder sucht man zum Teil in den Zimmern vergebens.

Doch nicht nur Nachlässigkeit und Unachtsamkeit können zu Gefahrenquellen führen. Auch der bauliche Zustand der Altenheime lässt oftmals zu wünschen übrig.

Die meisten Brände in Altenheimen finden zudem in den Abendstunden und nachts statt, in Zeiten also, in denen nur eine reduzierte Anzahl an Pflegekräften vor Ort ist. Die notwendigen Evakuierungsmaßnahmen bei einem Altenheimbrand müssen also durch eine entsprechend hohe Feuerwehrpräsenz gewährleistet werden.

Damit das Pflegepersonal jedoch sowohl in der Brandverhütung als auch bei den Evakuierungsmaßnahmen möglichst gut unterstützen kann, ist es wichtig, entsprechende Schulungen anzubieten und durchzuführen.

Gerade die Rettung der hilfsbedürftigen Bewohner kostet viel Zeit, so dass jeder Handgriff sitzen muss, um die Evakuierung so schnell wie möglich durchführen zu können. Dazu gehören unter anderem:

  • das Vorhalten von Hilfsmitteln zur Evakuierung wie Rollstühle, Tragetücher und Tragen
  • das dauerhafte Freihalten der Rettungswege
  • die Festlegung von Sammelplätzen
  • die Definition von Alarmierungswegen, um ausreichend viel Personal in kurzer Zeit benachrichtigen zu können
  • Übungen mit Personal und Bewohner
  • die vorbeugende Suche nach einer provisorischen Unterbringungsstätte für die erste Zeit nach dem Brand

Bei der Brandschutzunterweisung dürfen die Bewohner selbst nicht vergessen werden. Kurze, aber regelmäßige Informationsveranstaltungen über das richtige Verhalten im Brandfall und zur Vermeidung von Bränden sind mehr als sinnvoll.

Was kostet ein Brandschutzbeauftragter?

Oftmals taucht die Frage nach den Kosten bei der Bestellung eines Brandschutzbeauftragten auf. Diese Frage lässt sich pauschal nur schwer beantworten. Zunächst muss hierbei zwischen einem internen Brandschutzbeauftragten und einem externen Brandschutzbeauftragten unterschieden werden.

Unabhängig davon, ob es sich um einen externen oder internen Brandschutzbeauftragten handelt, müssen bestimmte Ausbildungen absolviert werden. Somit entstehen mitunter hohe Kosten, wenn Sie eine*n Mitarbeiter*in zum Brandschutzbeauftragte*n ausbilden möchten. Zusätzlich sind regelmäßig Fortbildungen zu besuchen. Diese Kosten sind bei der Beauftragung eines externen Brandschutzbeauftragten bereits im Honorar enthalten.

Die Kosten für einen externen Brandschutzbeauftragten setzen sich demnach aus dem Stundensatz und der Anzahl der Stunden, die der Brandschutzbeauftragte für Ihr Unternehmen tätig ist. Diese ist Abhängig von den Dienstleistungen, die der Brandschutzbeauftrage für Sie erbringen soll sowie von weiteren Faktoren wie dem Gefahrenpotenzial, der Anzahl der Mitarbeiter*innen und der Gebäudefläche.

Hierbei sollten stets individuelle Gegebenheiten berücksichtigt werden. Daher ist es schwierig einen pauschalen Preis ohne diese Kriterien zu nennen. Wir unterbreiten Ihnen jedoch gerne ein individuelles Angebot, bei dem Sie auch von günstigen Pauschalpreisen profitieren können.

5 Tipps zum vorbeugenden Brandschutz in Ihrem Unternehmen

Der vorbeugende Brandschutz ist nicht nur eine lästige Pflicht für Unternehmer*innen, sondern trägt maßgeblich zur Sicherheit der Mitarbeiter*innen und Besucher*innen bei. Im Notfall können durch geeignete Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes Menschenleben und Wirtschaftsgüter gerettet werden.

Tipp 1: Baulicher Brandschutz

Insbesondere bei Neubauten aber auch bei Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen gilt es den baulichen Brandschutz zu beachten. Dieser umfasst unter anderem den Einsatz von feuerbeständigen Materialien. Beispielsweise sollten größere Bereiche nach Möglichkeit mit Feuer- und Rauchschutzabschlüssen wie Brandschutztüren voneinander getrennt werden.

Bei der Verlegung von Rohrleitungen und Kabeln müssen Durchdringungen in Wänden und Decken mit geeigneten Schottsystemen geschlossen werden. In Abhängigkeit von den technischen Gegebenheiten und Anforderungen sollten zusätzlich Rauch- und Wärmeabzugsanlagen sowie beispielsweise Sprinkleranlagen installiert werden.

Insbesondere während der Bauphase beziehungsweise während Umbaumaßamen muss der vorbeugende Brandschutz jederzeit sichergestellt werden. Hierfür müssen gegebenenfalls temporäre Maßnahmen umgesetzt werden.

 

Tipp 2: Feuerlöscher und Brandmeldeeinrichtungen

In größeren und unübersichtlichen Gebäuden sollten nicht nur Feuerlöscher in einer ausreichenden Menge zur Verfügung stehen. Stattdessen sollte auch Brandmeldeanlagen und Einrichtungen zur Information der Mitarbeiter*innen und Besucher*innen installiert werden. Die Einrichtungen müssen regelmäßig durch die verantwortliche Person im Unternehmen beziehungsweise durch einen externen Brandschutzbeauftragten auf Funktion geprüft werden. Bei Bedarf sind diese instand zu setzen und beispielsweise Kennzeichnungen der Brandschutzeinrichtungen zu ergänzen und abzuändern.

Tipps zum Brandschutz im Unternehmen

 

Tipp 3: Organisatorischer Brandschutz

Der Teil A der Brandschutzordnung muss stets öffentlich ausgehangen werden. Dieser enthält zentrale Informationen für alle sich im Gebäude befindlichen Personen. In Abhängigkeit von den Gegebenheiten sollten ebenfalls die Teile B und C der Brandschutzordnung sowie Alarmpläne und weitere Pläne durch den verantwortlichen (externen) Brandschutzbeauftragten erstellt werden.

Zum organisatorischen Brandschutz gehört auch die regelmäßige Ausbildung und Fortbildung von Brandschutzhelfern und Evakuierungshelfern. Vergleichsweise geringe Investitionen in die Ausbildung der Mitarbeiter*innen, wovon mindestens 5% der jeweils anwesenden Personen über diese Qualifikation verfügen sollten, tragen zu einer Maßgeblichen Erhöhung der Sicherheit im Unternehmen bei.

Auch müssen Notausgänge und andere Einrichtungen des vorbeugenden Brandschutzes regelmäßig kontrolliert werden. Dabei müssen insbesondere die Mitarbeiter*innen dafür sensibilisiert werden, dass beispielsweise Brandschutztüren nicht absichtlich mit einem Keil oder anderweitig aufgehalten und Notausgänge nicht zugestellt werden.

Flucht- und Rettungswege müssen durch geeignete Schilder gekennzeichnet werden. Darüber hinaus sollte an geeigneten Orten im Gebäude ein Fluchtwegplan aufgehangen werden. Diese müssen bei Bedarf aktualisiert werden.

 

Tipp 4: Vermeidung von Zündquellen und des Feuerüberschlag

Wie bereits zuvor erwähnt gilt es sicherzustellen, dass Feuerschutztüren und Rauchschutztüren korrekt schließen. Folglich muss dafür gesorgt werden, dass diese Türen nicht blockiert oder zugestellt werden.

Bei feuergefährlichen Arbeiten müssen ebenfalls geeignete Maßnahmen getroffen werden. Dies beinhaltet beispielsweise die Einweisung von Mitarbeiter*innen und externen Personen und die Ausstellung eines sogenannten Heißarbeitserlaubnisscheins.

Im Allgemeinen gilt jedoch die Nutzung von offenem Feuer auf ein Minimum zu reduzieren. Auch muss überprüft werden, ob Maschinen und technische Einrichtungen vollständig funktionsfähig sind. Beispielsweise sollten durch regelmäßige Wartungsmaßnahmen und durch technische Einrichtungen wie beispielsweise Sicherungen und Thermoelementen verhindert werden, dass es zu einem Kurzschluss kommt oder eine Maschine heiß läuft.

Brennbare Flüssigkeiten wie Kraftstoffe, Farben, Lacke und andere Chemikalien sollten lediglich in kleinstmöglichen Gebinden am Einsatzort aufbewahrt werden.  Größere Mengen sollten in dafür geeigneten Lagerräumen oder beispielsweise in feuerfesten Behältnissen aufbewahrt werden. Auch sollte auf die Gefahr von Selbstentzündungsmöglichkeiten wie beispielsweise in Leinöl getränkte Baumwolllappen hingewiesen werden.

 

Tipp 5: Versicherungsschutz

Es sollte stets auf einen geeigneten Versicherungsschutz geachtet werden. Hierfür sollten Sie sich ausreichend von Ihrem Versicherungsmakler beraten lassen. Gegebenenfalls sollte auch hierbei externe Unterstützung wie beispielsweise ein Brandschutzbeauftragter in die Gespräche miteinbezogen werden.

Insbesondere bei wesentlichen Änderungen im Unternehmen gilt s den Versicherungsschutz zu überprüften. Gegebenenfalls muss dieser an die neuen Verhältnisse angepasst werden. Diese Anpassung muss jedoch nicht nur zum Nachteil für Ihr Unternehmen sein. Durch neue technische oder organisatorische Maßnahmen können sogar Rabatte durch von Versicherungsgesellschaften gewährt werden.

 

Hinweis: Im Allgemeinen gilt es die erforderlichen Maßnahmen an Ihre örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Daher wird empfohlen eine grundlegende Analyse durch einen externen Brandschutzbeauftragten durchführen zu lassen. Dieser berät Sie in allen Fragen zum vorbeugenden Brandschutz und trägt hierdurch zur Steigerung der Sicherheit in Ihrem Unternehmen bei.

Brandschutz – Fluchtwege in Tiefgaragen

Flucht- und Notausgangstüren jeglicher Einbauart müssen jederzeit und ohne einen Schlüssel zu öffnen sein!

Sollten Fluchttüren aus der Tiefgarage beziehungsweise Garage direkt in einen Wohnbereich/Wohngebäude führen ist die sichere, dauerhafte und schlüsselfreie Nutzung der Fluchtwegstüren die direkt aus der Garage führen in jedem Fall höher anzusehen, als der Schutz vor Zugang für Dritte. Hierbei ist es lebenswichtig, dass sich rettenden Personen zumindest in einen anderen sicheren und rauchfreien Bauabschnitt flüchten können.

In der Tiefgarage können sich jederzeit auch andere berechtigte Personen ohne Schlüssel befinden, die im Notfall die vorhandenen Fluchtwege auch sicher nutzen müssen. Im Notfall ist das Öffnen einer Türe mittels Schlüssel sehr zeitintensiv, sehr umständlich also schlicht unmöglich.

Die Fluchtwege und Fluchttüren müssen ausreichend nach Brandschutzverordnung gekennzeichnet sein.

Brandschutz im Hotel

  1. Grundsätzlich sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Hotel für den Brandschutz zuständig. Jedoch sollte stets sichergestellt werden, dass eine Person die zentrale Verantwortlichkeit übernimmt und somit alle Tätigkeiten koordiniert. Hierbei kann es sich sowohl um den Geschäftsführer beziehungsweise Manager aber auch um eine andere damit beauftragte Person handeln.

Auch, wenn die zuständige Person rechtlich über die notwendigen Kompetenzen verfügt muss sichergestellt werden, dass diese auch über die fachlichen Kenntnisse verfügt. Mitunter bietet es sich daher auch an, auf einen externen Brandschutzbeauftragter zurückzugreifen. Hierdurch werden nicht unnötig personelle Ressourcen gebunden und die externe Fachkraft verfügt über die notwendigen Kenntnisse und bildet sich in diesem Bereich regelmäßig fort.

Brandschutz im Hotel

Brandschutzregister

In jedem Hotel sollte ein sogenanntes Brandschutzregister vorhanden sein. Dieses beinhaltet:

  • Die Brandschutzordnung
  • Zeichnungen beziehungsweise Grundrisse
  • Liste der Brandschutzkomponenten
  • Informationen zu Prüffristen z. B. von Feuerlöschern
  • Durchgeführte Schulungen und Ausbildung zum Brandschutzhelfer der Mitarbeiter*innen
  • Zugewiesene Verantwortungen und Kompetenzen im Ernstfall

Der Brandschutzbeauftragte ist stets für die Aktualisierung des Brandschutzregisters verantwortlich. Für das Brandschutzregister existieren keine konkreten formellen Vorgaben, daher sollte dies an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Optimal ist, wenn eine Kopie außerhalb des Gebäudes aufbewahrt wird, damit beispielsweise die Feuerwehr im Ernstfall unmittelbar darauf zurückgreifen kann. Zeitgleich sollte jedoch auch eine Version im Hotel zugänglich sein. Daher empfiehlt sich die Aufbewahrung in der Nähe der Rezeption, sodass die Dokumente unter anderem bei behördlichen Prüfungen unmittelbar zur Verfügung gestellt werden können.

 

Notfalleinsatzplan

Der Notfalleinsatzplan beinhaltet Informationen, wie im Brandfall vorzugehen ist. In dem Plan sind unter anderem Informationen für die Mitarbeiter zu den Evakuierungsverfahren enthalten. Auch hierfür muss die konkrete Zuständigkeit geregelt sein und sichergestellt werden, dass dieser Plan regelmäßig auf Aktualität überprüft wird.

 

Brandschutzschulung für Mitarbeiter*innen

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Hotels sollten regelmäßig geschult und zum Brandschutzhelfer sowie Evakuierungshelfer weitergebildet werden. Die Unfallversicherungen schreiben vor, dass mindestens 5% der Mitarbeiter*innen zum Brandschutzhelfer ausgebildet werden. Jedoch empfiehlt es sich, dass aufgrund der Vielzahl von Gästen mehr als 5% der Mitarbeiter*innen regelmäßig zum Brandschutzhelfer fortgebildet werden.

Eine Schulung zum / zur Brandschutzhelfer*in umfasst insbesondere:

  • Entstehung und Verhütung von Bränden
  • Maßnahmen bei Entdecken eines Brandes
  • Verhalten im Brandfall
  • Verwendung von Feuerlöschern und anderen Systemen
  • Evakuierungsverfahren
  • Standorte von Feuerlöschern und anderen Systemen
  • Evakuierung von mobilitätseingeschränkten Personen

Die allgemeinen Inhalte können dabei durch betriebsspezifische Vorgaben beziehungsweise auf unterschiedliche Abteilungen abgestimmte Inhalte angepasst werden.

 

Evakuierungsübungen

Auch, wenn der Notfalleinsatzplan alle erforderlichen Informationen zur Vorgehensweise im Brandfall enthält sollten die enthaltenen Inhalte auch regelmäßig geübt werden. Daher bietet es sich an, mindestens jährlich eine Evakuierungsübung unter Leitung des Brandschutzbeauftragten durchzuführen. Damit diese Übung auch im Nachhinein ausgewertet und notwendige Schlussfolgerung gezogen werden können muss die Übung durch geeignetes personal überwacht und dokumentiert werden.

 

Kontrolle der Brandschutzeinrichtungen

Die Brandschutzeinrichtungen im Hotel müssen regelmäßig auf Funktionsfähigkeit überprüft werden. Häufig kommt es leider durch Gäste oder durch Unachtsamkeit zu Manipulationen und Beschädigungen an Feuerlöscheinrichtungen. Damit die Einrichtungen jedoch zu jedem Zeitpunkt funktionsfähig sind, müssen diese regelmäßig auf Beschädigungen überprüft und bei Bedarf ausgetauscht beziehungsweise instandgesetzt werden.

 

Baumaßnahmen im Hotel

Die Durchführung von Neubau-, Erweiterungs- und Renovierungsmaßnahmen führen oftmals dazu, dass bestimmte Bereiche im Hotel für die Öffentlichkeit unzugänglich sind. Dies muss auch bei der Führung der Fluchtwege berücksichtigt werden, denn für Gäste und Personal gibt es nichts schlimmeres als im Brandfall zielgerichtet in eine Sackgasse zu laufen.

Daher müssen Fluchtwegpläne und Evakuierungspläne bei Baumaßnahmen auf Aktualität überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Dabei müssen gegebenenfalls auch die Piktogramme, die zur Orientierung der Gäste und des Personals dienen temporär abgeändert werden. Auch hierfür ist der Brandschutzbeauftragte zuständig. Da das interne Personal oftmals nicht über die notwendigen Fachkenntnisse als auch über die notwendigen Ressourcen zur Anpassung der Fluchtpläne verfügt ist der Einsatz eines externen Brandschutzbeauftragten auch hierbei von Vorteil.

Fördermaßnahmen bei der energetischen Gebäudemodernisierung

Die energieeffiziente Sanierung von Wohngebäuden wird durch unterschiedliche Maßnahmen und Konzepte durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als weltweit größte nationale Förderbank sowie durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowohl in Form von vergünstigten Krediten als auch in Form von Zuschüssen gefördert (Noosten, 2015, S. 77).

 

Die Förderungen und Zuschüsse beziehen sich dabei entweder auf sogenannten Einzelmaßnahmen aber auch auf sogenannte Maßnahmenpakete mit dem Ziel Gebäude auf unterschiedliche Art und Weise zu modernisieren (Kofner, 2016, S. 304). In Bezug auf die Bezuschussung von Einzelmaßnahmen muss jedoch berücksichtigt werden, dass aktuell noch eine Untergrenze bei der Auszahlung in Höhe von 300,00 € existiert, sodass kostengünstige Maßnahmen unterhalb von 3.000,00 € wie beispielsweise die nachträgliche Kerndämmung der Fassade eines Einfamilienhauses mitunter nicht durch die Kreditanstalt für Wideraufbau gefördert werden (Kreditanstalt für Wiederaufbau, 2018, S. 2). Folglich können diese Vorgaben dazu führen, dass deutlich weniger Gebäudeeigentümer von einer finanziellen Förderung profitieren können, was dem Ziel der Energieeinsparung der Bundesregierung widerspricht.

 

Im Rahmen dieser wissenschaftlichen Arbeit sind jedoch nur Fördermaßnahmen mit dem Fokus auf die energetische Modernisierung des jeweiligen Gebäudes von Bedeutung, so dass auf anderweitige Fördermaßnahmen nicht eingegangen wird. Damit die Fördermaßnahme genehmigt wird ist mit Ausnahme von Baubegleitung und Beratung durch einen anerkannten Sachverständigen die Antragstellung der Fördermaßnahmen bereits vor Durchführung der jeweiligen Maßnahme vorzunehmen (Volland, 2014, S. 90). Auf ausgewählte standardisierte Maßnahmen wird nachfolgend detaillierter eingegangen um die Möglichkeiten, Vor- und Nachteile sowie Beschränkungen dieser Maßnahmen darzustellen.

 

KfW Heizungs- und Lüftungspakete

Die Maßnahmenpakete für Heizungsanlagen und Lüftungsanlagen im Rahmen des sogenannten Anreizprogramms Energieeffizienz werden oftmals auch mit den nachfolgenden Fördermaßnahmen kombiniert. Beim Heizungspaket muss einerseits eine Erneuerung der Heizungsanlage und andererseits eine Optimierung der Wärmeverteilung in der entsprechenden Wohneinheit vorgenommen werden. Voraussetzung hierbei ist es, dass eine gasbetriebene beziehungsweise ölbetriebene Heizung, die nicht dem Brennwertstandard entspricht, außer Betrieb genommen wird, bevor dieser unter die gesetzliche Austauschpflicht fällt. Zusätzlich muss die neue Heizung in technischen Mindestanforderungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau entsprechen. Eine Förderleistung wird auch nur dann gewährt, wenn keine zeitgleiche oder zeitlich versetzte Förderung von solarthermischen Modernisierungsmaßnahmen durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erfolgt (Kreditanstalt für Wiederaufbau, 2018, S. 3).

Durch das Lüftungspaket erfolgt eine Förderung bei der Erneuerung oder dem erstmaligen Einbau einer Lüftungsanlage. Die Förderung erfolgt unter der Voraussetzung, dass die Anlage über eine Wärmerückgewinnung verfügt und zeitgleich eine anderweitige Maßnahme zur Reduktion des Energieverbrauchs an der Gebäudehülle wie beispielsweise die Gebäudedämmung vorgenommen wird. Auch bei diesem Förderprogramm müssen entsprechend vorgegebene technischen Mindestanforderungen durch die installierte Anlage erfüllt werden (Kreditanstalt für Wiederaufbau, 2018, S. 3).

 

KfW Investitionszuschuss: Energieeffizientes Sanieren (430)

Im Rahmen des Förderprogramms 430 “Energieeffizientes Sanieren” der Kreditanstalt für Wiederaufbau werden Eigentümer, die ihre Immobilie energetisch sanieren möchten, beziehungsweise einen bereits energetisch sanierten Wohnraum kaufen möchten, mit bis zu 30.000 EUR je Wohneinheit bezuschusst. Voraussetzung ist, dass die jeweilige Immobilie bis zum 31. Januar 2002 ihren Bauantrag genehmigt bekommen hat. Zusätzlich muss ein Experte für Energieeffizienz mit in den Prozess der Sanierung beziehungsweise des Kaufes einbezogen werden (Kreditanstalt für Wiederaufbau, 2018, S. 1).

Diese Fördermaßnahmen beziehen sich dabei auf Einzelmaßnahmen, Heizungs- und Lüftungsanlagen unter sogenannte KfW Effizienzhaus. Bei der Durchführung dieser Maßnahmen ist eine Kombination des Investitionszuschusses mit anderen Fördermaßnahmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau möglich. Bei Einzelmaßnahmen wird die Gesamtförderung über alle Maßnahmen hinweg auf 50.000 EUR und beim KfW Effizienzhaus auf 100.000 EUR pro Wohneinheit begrenzt. Bei der Berechnung der Gesamtsumme werden die Fördermaßnahmen 151,152 und 430 mit in die Berechnung einbezogen, wenn diese nach dem 1. April 2009 beantragt worden sind. Mindestens muss jedoch der Zuschussbetrag 300 EUR  pro Antrag betragen (Kreditanstalt für Wiederaufbau, 2018, S. 2).

 Prozentualer Anteil der förderfähigen KostenMaximale Förderung pro Wohneinheit
Einzelmaßnahmen10 %5.000 EUR[1]
Maßnahmen an Heizungs- und Lüftungsanlagen15 %7.500 EUR
KfW-Effizienzhaus 11515 %15.000 EUR
KfW-Effizienzhaus Denkmal15 %15.000 EUR
KfW-Effizienzhaus 10017,5 %17.500 EUR
KfW-Effizienzhaus 8520 %20.000 EUR
KfW-Effizienzhaus 7025 %25.000 EUR
KfW-Effizienzhaus 5530 %30.000 EUR

Tabelle 1: Förderung mittels KfW 430 Programm (Kreditanstalt für Wiederaufbau, 2018, S. 2)

Gemäß den Förderrichtlinien der Kreditanstalt für Wiederaufbau werden Gebäude, die überwiegend zum Wohnen dienen und deren Bauantrag beziehungsweise deren Bauanzeige bis spätestens um ein 30. Januar 2002 gestellt worden ist gefördert. Wochenendhäuser, Ferienhäuser und Wohneinheiten in sogenannten Boardinghäusern sind hingegen von der Förderung ausgeschlossen.  Wird im Rahmen der Modernisierungsmaßnahme eine Umnutzung vorgenommen, ist die Anzahl der Wohneinheiten nach durchgeführter Sanierung hinsichtlich der Antragstellung von Bedeutung. Sofern hierbei eine Erweiterung des Wohnraums beispielsweise durch den Ausbau eines ungenutzten Dachbodens erfolgen soll, sind diese Maßnahmen lediglich im Maßnahmenpaket 153 förderfähig (Kreditanstalt für iederaufbau, 2018, S. 3).

Bei der Durchführung der Modernisierungsmaßnahmen müssen die entsprechenden Vorgaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau hinsichtlich der technischen Mindestanforderungen eingehalten werden. Hierbei geht es auch die Empfehlungen des beauftragten Sachverständigen zu berücksichtigen. Zusätzlich dürfen die Maßnahmen nur durch Fachunternehmen und nicht durch die Eigentümer selbstständig durchgeführt werden (Kreditanstalt für Wiederaufbau, 2018, S. 3).

Nach Antragstellung muss der Energieeffizienzexperte zunächst die Maßnahmen hinsichtlich der Einhaltung der Mindeststandards überprüfen. Eine weitere Überprüfung findet nach Fertigstellung der Maßnahmen statt, wobei der Energieeffizienzexperte eine Bestätigung über die ordnungsgemäße Durchführung aufstellen muss. Diese Bestätigung muss wiederum seitens des Eigentümers an die Kreditanstalt für Wiederaufbau übermittelt werden. In Abhängigkeit von der Höhe des Betrages muss zusätzlich eine Identifikation gemäß Geldwäschegesetz erfolgen, wenn die Abwicklung maßgeblich durch einen Bevollmächtigten wie beispielsweise dem Hausverwalter erfolgt. Nach zusätzlicher Überprüfung seitens der Kreditanstalt für Wiederaufbau erfolgt die finale Auszahlung des Investitionszuschusses (Kreditanstalt für Wiederaufbau, 2018, S. 7).

Zu den förderfähigen Maßnahmen im Rahmen dieses Förderprogramms zählen die Wärmedämmung von Decken, Wänden und Dachflächen, sowie die Erneuerung von Fenstern und Außentüren, die Erneuerung von Heizungs- und Lüftungsanlagen sowie die Optimierung von bestehenden Heizungsanlagen (Kreditanstalt für Wiederaufbau, 2018, S. 3). Handelt es sich bei dem Sanierungsobjekt um ein Baudenkmal sind abweichende Vorschriften zu berücksichtigen, da bei derartigen Objekten üblicherweise nicht jegliche Art von Modernisierungsmaßnahmen seitens der Denkmalbehörden genehmigt werden können (Kreditanstalt für Wiederaufbau, 2018, S. 5).

Der Zuschuss muss dabei nicht zwangsläufig nur für eine einzelne Person gewährt werden. Auch ist eine Auszahlung von Zuschüssen an Wohnungseigentümergemeinschaften möglich. Hierbei muss ein Bevollmächtigter beispielsweise der Hausverwalter den Antrag unter Berücksichtigung des von der Wohnungseigentümergemeinschaft geschlossenen Beschlusses stellen. Dieser Beschluss und eine Vollmacht der Eigentümergemeinschaft muss an die Kreditanstalt für Wiederaufbau übermittelt werden. Sofern die jeweilige Wohnung nicht durch den Eigentümer selbst, sondern durch einen Mieter bewohnt wird, muss zusätzlich bestätigt werden, dass die sogenannten De-minimis-Höchstgrenzen durch den jeweiligen Eigentümer nicht überschritten werden (Kreditanstalt für Wiederaufbau, 2018, S. 6).

 

KfW Kredit: Energieeffizientes Sanieren (Förderprogramme 151 und 152)

Bei diesen Förderprogrammen handelt es sich nicht wie beim zuvor dargestellten Programm um einen Zuschuss, sondern um einen Kredit. In Abhängigkeit von der Laufzeit werden unterschiedliche Zinssätze angeboten, wobei zum aktuellen Zeitpunkt (24. Dezember 2018) für alle Laufzeiten von 4 bis 30 Jahren ein Effektivzinssatz von 0,75 % angeboten wird (Kreditanstalt für Wiederaufbau, o. J.).

Durch dieses Produkt der Kreditanstalt für Wiederaufbau sollen Investitionsmaßnahmen an Wohngebäuden und Eigentumswohnungen, die durch den Eigentümer selbst oder durch andere Personen genutzt werden, gefördert werden. Zusätzlich erfolgt eine Förderung von kürzlich sanierten Wohngebäuden und Eigentumswohnungen. Durch die zinsgünstigen Kredite sollen entsprechend der Investitionen  Wohngebäude, mit einem niedrigen Energieverbrauch gefördert werden. Hierdurch soll das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahre 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen, unterstützt werden (Kreditanstalt für Wiederaufbau, 2018, S. 1).

Förderfähig sind dabei Wohngebäude, für die der Bauantrag beziehungsweise die Bauanzeige bis spätestens dem 31 Januar 2002 gestellt worden sind. Auch hierbei existieren abweichende Vorschriften insbesondere für denkmalgeschützte Gebäude und  bezüglich der Anzahl der Wohneinheiten nach der durchgeführten Sanierung.  Gefördert werden einerseits die energetischen Maßnahmen als solches als auch die Beratung, Planung und Baubegleitung durch einen zertifizierten Energieeffizienzexperten sowie alle im Zusammenhang stehenden Maßnahmen wie beispielsweise die Erneuerung von Fensterbänken oder die Prüfung der Luftdichtheit des Gebäudes. Somit sind bei diesen Förderprogrammen auch die Dämmung von Wänden, Decken und Dachflächen, die Erneuerung von Fenstern und Außentüren, die Optimierung von bestehenden Heizungsanlagen beziehungsweise der Einbau von neuen Heizung und Lüftungsanlagen förderfähig (Kreditanstalt für Wiederaufbau, 2018, S. 1f). Selbiges gilt für die zuvor dargestellten Maßnahmenpakete für Heizungen und Lüftungsanlagen (Kreditanstalt für Wiederaufbau, 2018, S. 3). Die Antragstellung erfolgt dabei analog zu dem zuvor dargestellten Investitionszuschuss, sodass hierauf nicht mehr detailliert eingegangen wird (Kreditanstalt für Wiederaufbau, 2018, S. 4).

MaßnahmeTilgungszuschuss in Prozent des Kreditbetrags
KfW-Effizienzhaus 55 [2]27,5
KfW-Effizienzhaus 70 ²22,5
KfW-Effizienzhaus 85 ²17,5
KfW-Effizienzhaus 100 ²15,0
KfW-Effizienzhaus 115 ²12,5
KfW-Effizienzhaus Denkmal12,5
Heizungs- und Lüftungspaket12,5
Einzelmaßnahmen7,5

Tabelle 2: Tilungszuschuss beim KfW Kredit 151/152 (Kreditanstalt für Wiederaufbau, 2018, S. 8f)

Durch den gewährten Kredit können bis zu 100 % der Förderverein Kosten sowie den Nebenkosten finanziert werden. Pro Wohneinheit, in der Einzelmaßnahmen durchgeführt worden sind, wurde ein Höchstbetrag von 50.000 € festgelegt. Wird hingegen eine Sanierung gemäß KfW Effizienzhaus Standard durchgeführt, erhöht sich der Höchstbetrag auf 100.000 € je Wohneinheit. Der Zinssatz wird dabei für die ersten zehn Jahre bei Abschluss des Kreditvertrages festgelegt. Auch, wenn die Kreditanstalt für Wiederaufbaukreditlaufzeiten bis zu 30 Jahren anbietet bezieht sich die Förderung durch die verbilligten Darlehen lediglich auf die Periode von zehn Jahren. Darüber hinausgehende Zeiträume werden entsprechend unter Berücksichtigung der marktüblichen Verzinsung individuell zwischen der Kreditanstalt für Wiederaufbau und den Kreditnehmer verzinst. Nachdem die Modernisierung vollständig abgeschlossen ist, erhalten die Kreditnehmer zusätzlich einen Tilgungszuschuss, so das ein gewisser Anteil analog der nachfolgend dargestellten Tabelle mittels staatlicher Mittel abgegolten wird (Kreditanstalt für Wiederaufbau, 2018, S. 8).

 

BAFA: Energieberatung für Wohngebäude

Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bietet Fördermaßnahmen im Kontext der energetischen Gebäudemodernisierung an. Im konkreten wird ein Zuschuss zur Energieberatung für die Besitzer von Wohnimmobilien angeboten. Diese Maßnahmen sollen nach Auffassung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle den Eigentümer die Möglichkeit bieten zu ermitteln, wie die Energieeffizienz des eigenen Wohngebäudes verbessert werden kann. Hauptziel ist es auch hierdurch, die Pläne der Bundesregierung hinsichtlich der Reduktion des Wärmeenergiebedarfs zu erreichen (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, 2018, S. 2).

Im Rahmen der Energieberatung soll der jeweilige Berater aufzeigen, welche konkreten Maßnahmen im jeweiligen Wohngebäude umgesetzt werden sollten. Hierbei berücksichtigt der Energieberater die jeweiligen Gegebenheiten sowie Fördermaßnahmen, die der Eigentümer in Anspruch nehmen kann und erstellt hieraus ein Sanierungskonzept. Zusätzlich werden die Maßnahmen zusammen mit dem Eigentümer in einem abschließenden Beratungsgespräch näher erläutert (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, 2018, S. 2).

Der Zuschuss wird dabei unmittelbar an den Berater ausgezahlt und beträgt 60 % der Honorarsumme jedoch maximal 800 EUR, und sofern es sich  um ein Wohnhaus mit mindestens drei Wohneinheiten handelt, 1100 EUR. Bei der Erstellung des Maßnahmenplans kann der Eigentümer in Absprache mit dem Energieberater zwischen einem Konzept für eine einmalige Gesamtsanierung und einem Konzept für eine schrittweise Sanierung über einen längeren Zeitraum hinweg auswählen. Somit können unter anderem auch die finanziellen Verhältnisse auf Seiten des jeweiligen Eigentümers bestmöglich berücksichtigt werden. Hierbei muss jedoch hervorgehoben werden, dass die Reduktion des Energieverbrauchs bei einer schrittweisen Modernisierung auch nur schrittweise gesenkt werden kann (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, 2018, S. 4f).

Durch den sogenannten individuellen Sanierungsfahrplan soll der jeweilige Eigentümer einen bestmöglichen Überblick erhalten. Daher wurde dieses Konzept so erstellt, dass mittels unterschiedlicher Visualisierungstechniken der jeweilige Eigentümer einen schnellen und einfachen Überblick über den energetischen Ausgangszustand des Wohngebäudes erhält. Zeitgleich werden auch die Verbrauchswerte nach der Umsetzung der einzelnen Maßnahmen grafisch dargestellt, sodass auch die Verbesserung des Energieverbrauchs durch den Eigentümer, der meist Leihe ist, problemlos nachvollzogen werden kann (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, 2018, S. 4).

Die Förderung erfolgt für Eigentümer von Wohngebäuden und Wohnungseigentümergemeinschaften. Maßgeblich für die Förderung ist, dass das Objekt überwiegend zu Wohnzwecken genutzt wird und der Bauantrag beziehungsweise die Bauanzeige bis spätestens zum 31. Januar 2002 gestellt worden ist. Über dieses Förderprogramm wird im Weiteren nur die Beratung und nicht die Ausstellung eines Gebäude Energieausweises gefördert (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, 2018, S. 5).

Sofern es sich bei dem Antragsteller um eine Wohnungseigentümergemeinschaft handelt ist ein zusätzlicher Zuschuss von bis zu 500 EUR möglich, wenn der Energieberater das Konzept bei der Eigentümerversammlung beziehungsweise der Beiratssitzung vorstellt (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, 2018, S. 6).

[1] Eine Auszahlung erfolgt erst ab einem Zuschussbetrag in Höhe von 300,00 €, sodass sich ein Investitionsbetrag von mindestens 3.000,00 € ergibt, um von der Förderung der KfW zu profitieren.

[2] Inklusive Passivhaus

Notruf

Bei der Abgabe eines Notrufes sollten sie Ruhe bewahren, ruhig und deutlich sprechen und die 5 W-Fragen beachten:

  1. Wer meldet sich? (Name, Aufenthaltsort, eventuell Telefonnummer für Rückfragen)
  2. Was ist passiert? (Feuer, Verkehrsunfall)
  3. Wo ist es passiert? (Ort, Straße und Hausnummer und Besonderheiten angeben)
  4. Wie viele Verletzte? (Wer bzw. wie viele sind verletzt oder brauchen Hilfe? Was für Verletzungen liegen vor?)
  5. Warten auf Rückfragen der Leitstelle! (Das Gespräch beendet die Leitstelle, nicht der Anrufer!)

Die Feuerwehr oder den Rettungsdienst, wenn möglich, an der Straße erwarten und einweisen. Hierdurch kann unter Umständen wertvolle Zeit für die Einleitung der Menschenrettung oder einer Brandbekämpfung gewonnen werden. In großen Wohnhäusern muss ansonsten erst aufwendig die richtige Wohnung gefunden werden. An einer abgelegenen Straße finden die Feuerwehr oder der Rettungsdienst ohne eine Einweisung eventuell erst nach längerer Zeit die Einsatzstelle.

Bodenrichtwert

Bodenrichtwerte sind amtliche ermittelte Durchschnittswerte, die auf Basis einer Kaufpreissammlung berechnet werden. Zusätzlich zu den realisierten Kaufpreisen für Grundstücke in der betreffenden Region werden weitere Faktoren berücksichtigt, um den Bodenrichtwert zu ermitteln:

  • Größe des Grundstücks
  • Zuschnitt des Grundstücks
  • Beschaffenheit des Bodens
  • Vorhandene Bepflanzung
  • Lage des Grundstücks
  • Altlasten
  • Auflagen des Umweltschutzes
  • Zustand der Erschließung

Die Lage des Grundstücks hat einen entscheidenden Einfluss auf den Bodenrichtwert, der auch innerhalb einer Region sehr unterschiedlich sein kann.

Generell sind die Bodenrichtwerte in den begehrten Lagen der Ballungsgebiete am höchsten und in ländlichen Regionen am niedrigsten.

Um den Bodenrichtwert zu ermitteln, muss man wissen, welche Nutzungsmöglichkeiten das Grundstück bietet.

Die Grundstückswerte werden zur Ermittlung des Verkehrswerts einer Immobilie herangezogen, und der Verkehrswert ist die Grundlage für die Berechnung verschiedener Steuerarten:

  • Grunderwerbsteuer
  • Grundsteuer
  • Erbschaftssteuer
  • Schenkungssteuer

Der Bodenrichtwert kann also für die Berechnung steuerlicher Belange genutzt werden.

Autofeuerlöscher

In Deutschland gehört zurzeit ein Feuerlöscher nicht zur Pflichtausstattung eines PKWs. Für den Ernstfall ist es jedoch sinnvoll einen kleinen Autofeuerlöscher mitzuführen.

Bei einem Autobrand muss die Feuerwehr unverzüglich alarmiert werden, bis sie eintrifft kann das Auto aber schon komplett in Flammen stehen.

Kleine Brände können mit einem Autofeuerlöscher schnell selbst gelöscht werden.

Für den Einsatz bei PKWs haben sich Pulver-Feuerlöscher durchgesetzt. Diese können in einem größeren Temperaturbereich eingesetzt werden, nicht wie die meisten Schaum-Feuerlöscher nur überhalb des Gefrierpunktes.

Für das Auto reichen Feuerlöscher mit einer Größe von 1 bis 2 kg völlig aus. Diese sind leicht zu handhaben.

Es geht bei der Löschung mit Autofeuerlöschern nicht darum einen großen Brand zu bekämpfen, sondern der Feuerwehr Zeit zu verschaffen und einen kleinen Brandherd unmittelbar zu ersticken.

Für den privaten PKW-Bereich werden meistens Feuerlöscher mit Dauerdruck verwendet. Bei diesen Feuerlöschern steht der Behälter konstant unter Druck und funktioniert auch nur so lange der Druck im Innern ausreichend hoch ist.

Der Feuerlöscher sollte daher über ein Manometer zum Ablesen des Druckzustandes verfügen, damit man den Betriebszustand mit einem Blick überprüfen kann.

Sie sollten beim Kauf eines Autofeuerlöschers auch darauf achten, dass eine entsprechende Halterung zur Befestigung im PKW mitgeliefert wird, so dass der Feuerlöscher gut befestigt ist und nicht im PKW sich frei bewegen kann.

Das sollten Sie bei einem Immobilienerwerb beachten!

  1. Immobilie muss zur Lebensplanung passen
    • Will ich die nächsten Jahre bzw. Jahrzehnte an diesem Ort leben?
    • Kann es mittelfristig Veränderungen meiner beruflichen Situation geben?
    • Habe ich auch unerwartete Veränderungen einkalkuliert?
  1. Lage der Immobilie
    • Sind Veränderungen in naher Zukunft für die Umgebung geplant?
  1. Finanzierung
    • Wie viel Eigenkapital kann ich für die Immobilie aufbringen?
    • Habe ich bei meiner Finanzplanung einen möglichen Zinsanstieg berücksichtigt?
    • Wie kann ich bei einem Verdienstausfall den Baukredit bedienen?
  1. Altbau oder Neubau
    • Wo liegen meine persönlichen Vorlieben?
  1. Gutachter mit Wertermittlung beauftragen
    • Ist der Kaufpreis meiner ausgesuchten Immobilie gerechtfertigt?
  1. Besichtigung der Immobilie durchführen
    • Entspricht die Ausstattung der Immobilie aktuellen Standards?
    • Ist der gesetzlich vorgeschriebene Energieausweis einsehbar?
    • Welche Instandhaltungs- bzw. Modernisierungsmaßnahmen wurden durchgeführt?
  1. Kaufvertrag und Darlehensvertrag unterschreiben

Smart Home: Immobilien der Zukunft

Smart Building ist die Bezeichnung für eine Gebäudeautomation durch digitale Vernetzung von Zwecksgebäuden, wie Einkaufszentren, Büro- und Logistikgebäuden.

Smart Home bezeichnet demgegenüber die Nutzung intelligenter Technologien in privat genutzten Gebäuden.

Mit der Gebäudeautomation werden drei Bereiche optimiert:

  • die Energieeffizienz
  • die Sicherheit
  • der Komfort

Vor- und Nachteile der Gebäudeautomation:

  • Vorteile:
    • optimierte Energieeffizienz
    • sinkende Energiekosten
    • reduzierter CO2-Ausstoß
    • erhöhte Sicherheit
    • erhöhter Komfort
  • Nachteile:
    • Anfälligkeit für Reparaturen
    • Hohe Anschaffungskosten
    • Wartung
    • Anfälligkeit für Hacker-Attacken

Bebauung von Grundstücken

Die Baunutzungsverordnung (BauNVO) bestimmt in Deutschland die möglichen Festsetzungen bezüglich Art und Maß der baulichen Nutzung eines Grundstücks, der Bauweise und der überbaubare Grundstücksfläche. In Bauleitplänen für bestimmte Grundstücke wird genau definiert, welche Bauweise erlaubt ist und wie viel der Grundstücksfläche überbaut werden dürfen. Die Baunutzungsverordnung setzt somit den Rahmen für die Bebauung des Grundstücks.

Die Arten der baulichen Nutzung sind in der Baunutzungsverordnung typisiert und geordnet. Hier werden zwei Kategorien von Arten der baulichen Nutzung unterschieden; Bauflächen als allgemeine Arten der baulichen Nutzung und Baugebiete als besondere Arten der baulichen Nutzung.

Das Maß der baulichen Nutzung gibt an, in welchen Bereichen das Grundstück bebaut werden darf und welche Richt- oder Mindestwerte für das Grundstück gelten.

Die Baunutzungsverordnung regelt:

  • Nutzungsarten
  • Höhe der Gebäude
  • Grundflächenzahl
  • Geschossflächenzahl
  • In Gewerbe-, Industrie- und Sondergebieten die Baumassenzahl
  • Zulässigkeit von Garagen, Stellplätzen
  • Zulässigkeit von Gemeinschaftsanlagen
  • Bauweise
  • Baulinien
  • Baugrenzen
  • Bebauungstiefen
  • Gebietstypen