Kategorien-Archiv Arbeitssicherheit

VonCarina Borgers

Brandschutz im Gastgewerbe im Überblick

  • Alle zwei Jahre müssen Feuerlöscher überprüft werden
  • Durch Sachkundige sind Feuerlöscher zu prüfen
  • Im gewerblichen Bereich brauch man immer einen Feuerlöscher
  • Die Anzahl der Feuerlöscher ist abhängig von der Brandgefährdung und der Grundfläche
  • Den Feuerlöscher der für den Betrieb geeignet ist findet man in der Brandklasseneinteilung A, B, C, D, F.
  • Für F Fettbrände braucht man einen speziellen Feuerlöscher
  • Ab einer gesamten Füllmenge von 50l Speisefett in Fritteusen/Fettbackgeräten benötigt man eine Löschanlage
  • Löschdecken zum Löschen von Fettbränden sind nicht geeignet
  • Löschdecken sind nicht für Personenbrände geeignet
  • In Betrieben mit erhöhter Brandgefährdung und hohen Personenzahlen ist die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten sinnvoll
  • Brandschutzbeauftragte haben ein fundiertes Wissen zum Thema Brandschutz. Sie können den Unternehmer in allen den Brandschutz betreffenden Fragen unterstützen und beraten
  • Brandschutzhelfer sollen die Aufgaben der Brandbekämpfung übernehmen und werden für diese Aufgabe vom Arbeitgeber bestellt, nach einer Ausbildung.
  • Die erforderliche Anzahl von Brandschutzhelfer ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung

Gasherd

VonCarina Borgers

Prüfung von Leitern und Tritten

Leitern und Tritte sollen uns bei der Arbeit unterstützen und helfen in höheren Bereichen gut ranzukommen. Defekte Aufstiegshilfen können jedoch zu Unfällen führen. Deswegen ist jedes Unternehmen verpflichtet, seine Mitarbeiter, durch regelmäßige Überprüfung der Leitern und Tritte, zu schützen. Es empfehlt sich hier eine externe Person mit entsprechenden Sachkundenachweis gemäß BetrSichV §3 – DGUV Information 208-016 die Überprüfung durchführen zu lassen. Eine Prüfplakette sollte nach positiver Begutachtung angebracht werden.

Leiter_DGUV_Eulenpesch

Bildquelle: Rafael De Lancer von Pexels

 

Regelmäßige bedeutet mindestens einmal jährlich, bei häufigerem Einsatz der Aufstiegshilfen sollten kleinere Zeitabstände für die Überprüfung gewählt werden.

Die Prüfergebnisse müssen dokumentiert werden vom Unternehmer.

Unternehmer sollten ihre Mitarbeiter einen verantwortungsvollen Umgang mit Leitern und Tritten vermitteln.

Vorsicht ist besser als Nachsicht!

VonCarina Borgers

Erste Hilfe und Verbandsmaterialien – Änderung der ASR A4.3

Anfang 2019 gab es eine Änderung der ASR A4.3 bezüglich der Platzierung von Erste Hilfe Koffern, Verbandskästen, etc.

„Verbandskästen sind überall dort bereitzuhalten, wo die Arbeitsbedingungen dies erforderlich machen. Sie sind so zu verteilen, dass sie höchstens 100m Wegstrecke oder einer Geschosshöhe erreichbar sind.“

Nach der Änderung ist also die Arbeitsumgebung neu zu bewerten und zu überprüfen, ob alles den aktuellen Anforderungen entspricht.

Die ASR A4.3 definiert die genaue Anzahl an Koffern anhand der Betriebsart in Verbindung mit der Beschäftigten.

BetriebsartZahl der BeschäftigtenKleiner VerbandkastenGroßer Verbandkasten
Verwaltungs- und Handelsbetriebe1-501-
51-300-1
301-600-2
für je 300 weitere Beschäftigte-+1
Herstellungs-, Verarbeitungsbetriebe und vergleichbare Betriebe1-201-
21-100-1
101-200-2
für je 100 weitere Beschäftigte-+1

Räume die einen Erste Hilfe Koffer enthalten, sollten entsprechend gekennzeichnet sein, so dass man sie im Notfall leichter zur Hand hat. Darüber hinaus müssen diese so angeordnet werden, dass diese innerhalb von maximal 100 Metern erreicht werden können. Insbesondere in Produktionsstätten und auf Baustellen ist zudem darauf zu achten, dass das Verbandmaterial vor schädigenden Einflüssen wie Nässe oder Verunreinigungen geschützt ist.

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VonCarina Borgers

Absicherung von Gefahrenstellen

Bei jeder Arbeit, wo eine Gefahr auf dem Betriebsgelände entsteht, sollte die Stelle abgesichert werden, damit keiner zu Schaden kommt.

Arbeitgeber sind laut ArbSchG §3 verpflichtet ihre Arbeitnehmer vor Gefahren zu schützen.

Nach ASR A1.3 muss jede Gefahrenstelle ausreichend deutlich erkennbar und dauerhaft gekennzeichnet werden, durch Absperrband gelb/schwarz oder rot/weiß. Gelb/schwarz für dauerhafte Gefahrenstellen, rot/weiß markiert vorübergehende Gefahrenstellen. Diese müssen in einem Winkel von 45° und einem Breitenverhältnis von 1:1 angebracht werden.

Absperrbarke - Beratung durch Eulenpesch GmbH

Sechs Tipps für ihre Maßnahmenplanung:

  1. Dauerhafte oder vorübergehende Absperrung
  2. Absperrung für innen und/oder außen
  3. Absperrung soll auf besondere Gefahren hinweisen
  4. Diebstahlschutz notwendig
  5. Optimale Sichtbarkeit
  6. Anfahrschäden minimieren
VonCarina Borgers

Prävention Arbeitsschutz

Arbeitsschutz und Unfallvermeidung ist in der heutigen Zeit sehr wichtig, gerade in der immer schnelleren und anspruchsvollen Arbeitswelt.

Der Arbeitsschutz wurde in Deutschland stark kritisiert. Tödliche Arbeitsunfälle stiegen an. Die Betriebskontrollen der staatlichen Arbeitsschutzbehörde gingen jährlich zurück.

Es wird seitdem in Deutschland diskutiert, ob der Anstieg von Arbeitsunfällen, die Folge von nicht ausreichender staatlicher Kontrolle ist.

Für jedes Unternehmen müsste die Sicherheit und der Schutz seiner Mitarbeiter selbstverständlich sein, auch ohne Kontrollen.

 

Tödliche Arbeitsunfälle

nach Bereich und Berufsgenossenschaft

2017 2018 Veränderung1
in %
UV der gewerblichen Wirtschaft 414 385 7,00
BG Rohstoffe und chemische Industrie 12 12
BG Holz und Metall 46 47 + 2,17
BG Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse 27 16 40,74
BG der Bauwirtschaft 88 88
BG Nahrungsmittel und Gastgewerbe 17 18 + 5,88
BG Handel und Warenlogistik 38 33 13,16
BG Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation 77 74 3,90
Verwaltungs-BG 101 85 15,84
BG für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege 8 12 + x
UV der öffentlichen Hand (Allgemeine UV) 37 35 5,41
Insgesamt 451 420 6,87
Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), „DGUV-Statistiken für die Praxis 2018“        

 

Keine Kontrollen heißt nicht das auch keine Gefahr besteht. Für staatliche Überprüfungen gibt es oft nicht genug Mitarbeiter, um in regelmäßigen Abständen Kontrollen durchzuführen. Sachkundige Ansprechpartner können im Arbeitsschutz mit Schulungen in Betrieben eine Hilfe sein. Die Vorschriften und Richtlinien in Deutschland sollten zum Schutz aller eingehalten werden, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten.