Kategorien-Archiv Brandschutz

VonCarina Borgers

Brandschutz in der Ferienimmobilie

In Haushalten kommt es jährlich zu unzähligen Bränden.

Durch einen Brand besteht eine Gefahr für Leib und Leben, aber auch durch die Schäden an der Immobilie können erhebliche Kosten auf sie zukommen, auch wegen Einnahmeausfällen durch Mietausfall.

IFS Brandursachenstatistik 2018

IFS-Brandursachenstatistik 2018 (Quelle IFS)

Gerade in unachtsamen Momenten können sich brennbare Dinge in der Nähe entzünden.

Viele entstehende Brände könnten durch die richtige Brandschutzausstattung in der Ferienimmobilie schon in ihrer Entstehungsphase gelöscht werden.

Also warten sie nicht ab, sondern schaffen sich einen geeigneten Feuerlöscher an!!!

 

 

VonCarina Borgers

Brandschutz im Unternehmen: Sprinklerköpfe

Sprinklerköpfe müssen in Schuss sein und deswegen alle 12,5 oder 25 Jahre, je nach Bauart, geprüft werden!

Automatische Sprinkleranlagen helfen die Ausbreitung eines Feuers zu verhindern.

Doch müssen diese regelmäßig gewartet werden. Ein Sachverständiger bestimmt den Prozentsatz der Sprinklerkopf-Stichproben einer Anlage, die geprüft werden müssen. Auf zwei verschiedene Arten werden diese Ventile dann im Labor geprüft.

Bei 20 % der Stickproben wird die sogenannte Nennansprechtemperatur geprüft. Dabei wird geprüft, ob der Sprinkler bei einer genauen Temperatur/Grenzwert, diese wird vorher bestimmt und kann je nachdem, wo die Löschanlage angebracht ist, zwischen 57 und 343 Grad Celsius variieren, ausgelöst wird.

Bei 80 % der Stickproben wird eine neue Prüfanlage genutzt. In diesem Gerät wird gemäß der Norm DIN EN 12259-1:2006 geprüft. Hier geht es um die Funktion sowie um den Wasserdurchfluss. Spätestens nach 3 Minuten muss das Wasser durch den Sprinklerkopf spritzen, wenn der Grenzwert der Temperatur erreicht ist.

VonCarina Borgers

Brandschutz im Unternehmen: Gründliche Vorbereitung

Durch das Ergreifen vorbeugender und konsequenter Brandschutzmaßnahmen im technischen, baulichen und organisatorischen Bereich sowie dem Erkennen von Brandrisiken lässt sich die Sicherheit im Unternehmen deutlich steigern. Der Schutz der Arbeitnehmer ist sehr bedeutsam!

Alle Beschäftigten müssen regelmäßig, mindestens einmal im Jahr, über die vorhandenen Brandschutzgefahren und -einrichtungen und das Verhalten im Notfall unterwiesen werden.

Damit Fluchtwege stets benutzt werden können, müssen sie immer freigehalten werden und diese müssen dauerhaft und deutlich erkennbar gekennzeichnet sein.

Beschilderung Fluchtweg (Alt)

Beschilderung Fluchtweg (Alt)

VonCarina Borgers

Brandschutz im Gastgewerbe im Überblick

  • Alle zwei Jahre müssen Feuerlöscher überprüft werden
  • Durch Sachkundige sind Feuerlöscher zu prüfen
  • Im gewerblichen Bereich brauch man immer einen Feuerlöscher
  • Die Anzahl der Feuerlöscher ist abhängig von der Brandgefährdung und der Grundfläche
  • Den Feuerlöscher der für den Betrieb geeignet ist findet man in der Brandklasseneinteilung A, B, C, D, F.
  • Für F Fettbrände braucht man einen speziellen Feuerlöscher
  • Ab einer gesamten Füllmenge von 50l Speisefett in Fritteusen/Fettbackgeräten benötigt man eine Löschanlage
  • Löschdecken zum Löschen von Fettbränden sind nicht geeignet
  • Löschdecken sind nicht für Personenbrände geeignet
  • In Betrieben mit erhöhter Brandgefährdung und hohen Personenzahlen ist die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten sinnvoll
  • Brandschutzbeauftragte haben ein fundiertes Wissen zum Thema Brandschutz. Sie können den Unternehmer in allen den Brandschutz betreffenden Fragen unterstützen und beraten
  • Brandschutzhelfer sollen die Aufgaben der Brandbekämpfung übernehmen und werden für diese Aufgabe vom Arbeitgeber bestellt, nach einer Ausbildung.
  • Die erforderliche Anzahl von Brandschutzhelfer ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung

Gasherd

VonCarina Borgers

Brandschutz im Einfamilienhaus

In Deutschland kommt es jährlich durchschnittlich zu rund 200.000 Wohnungsbränden. Die Ursachen für Brände sind hier vielseitig.

Vorbeugende Maßnahmen für den Brandschutz im Einfamilienhaus sind daher nicht zu unterschätzen und können in vielen Fällen Leben retten!

Das Hauptziel der Brandschutzbestimmungen ist es, das Leben von Menschen und Tieren zu schützen.

Bereits bei der Planung eines Hauses sollte man sich genauer mit den Brandschutzbestimmungen beschäftigen.

Folgende Maßnahmen für den Brandschutz im Einfamilienhaus sollten ergriffen werden:

  • Verwendung von Baustoffen und Bauteilen nach ihrem Brand- und Feuerwiderstandsklassen
  • Einhaltung von Gebäudeabständen
  • Festlegung von Flucht- und Rettungswegen
  • Anlagetechnischer Brandschutz: Rauchmelder, Feuermelder, Feuerlöscher

Einfamilienhaus

VonCarina Borgers

Photovoltaik als Risikofaktor – Erhöhte Brandlasten durch Photovoltaikanlagen

Photovoltaik ist gut für die Umwelt und hilft dem Klima. Aber es besteht auch eine Gefahr, da Strom und Wasser sich nicht vertragen. Deswegen ist Vorsicht geboten. Jedoch entstehen auch Gefahren durch andere Aspekte, wie zum Beispiel mechanische und elektrische Defekte, Brände und Blitzeinschläge. Dadurch können schwere Schäden entstehen, nicht nur Sach- sondern auch Personenschäden.

Die Isolierung der stromführenden Bauteile einer Photovoltaikanlage ist in der Regel gut. Es kann aber zu mechanischen oder elektrischen Problemen kommen, so dass durch eine Überhitzung ein Brand entstehen kann. Bei gesteckten Verbindungen von Kabel ist die Gefahr hier groß, wenn sie locker sitzen. Aber auch durch Durchtrennung der Kabel durch Tierbisse können Probleme auftreten.

Eine Solaranlage produziert Gleichstrom und keinen Wechselstrom, das ist ein Vorteil, wenn man selber mit blanken, leitenden Bauteilen in Kontakt kommt. Stromstärken von ca. 250 Milliampere sind erst lebensgefährlich, aber diese können bei viel Sonnenschein leicht erreicht werden. Hier ist also Vorsicht geboten.

Photovoltaikanlagen können auch während eines Feuers zum Problem werden. Beim löschen durch die Feuerwehr kann das Löschwasser an Bauteile mit Spannung kommen. Eine Brandfallnotabschaltung sollte immer leichterreichbar an der Anlage angebracht sein. Durch die Abschaltung wird ein Kurzschluss erzeugt, so kann das Löschwasser keine leitende Verbindung mehr herstellen.

Photovoltaik_Brandschutz_Eulenpesch

Blitze können bei einem Einschlag einen Brand entfachen. Deswegen ist ein wirkungsvoller Blitzschutz notwendig, da er die entstehende Überspannung in die Erde ableitet.

Die Leitungen eines Stromkreises sollten nahe beieinander verlegt werden, damit die Fläche so klein wie möglich gehalten wird.  Alle metallischen Installationen sollten unbedingt geerdet sein. Im privaten Bereich ist der Blitzschutz bei Photovoltaikanlagen gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Brände von Solaranlagen selber sind nicht ausgeschlossen, ein Brand kann immer entstehen. Viele Solarmodule sind als normal entflammbar bewertet. Beim Brandfall sollte die Feuerwehr ausreichend über die Leitungswege im Haus informiert werden.

Von Photovoltaikanlagen können Teile herunterfallen, Feuer führt meistens zu Abstürzen von Solarmodulen, weniger Stürme. Brände schwächen oft die tragende Dachkonstruktion, dadurch können Solarmodule ins Gebäude fallen. Häufiger tritt ein Absturz nach innen als einer nach außen auf.

VonCarina Borgers

Einsatz von Brandmeldeanlagen

Während der Arbeitszeit wird ein Brand meist schnell erkannt und es können schnell Maßnahmen eingeleitet werden. Nach Feierabend, wenn keiner mehr im Betrieb ist, sollte dafür ein Frühwarnsystem installiert werden, das sofort bei einem Brand sich meldet.

BMA, Brandmeldeanlage, Handauslöser

Frühwarnsysteme sollten folgendes beherrschen:

  • den Brandausbruch melden und alarmieren
  • Brandschutztüren schließen
  • Rauch- und Wärmeabzugsanlagen öffnen
  • Löschvorrichtungen auslösen

Brandmeldeanlagen sollten schnell alarmieren und keinen Fehlalarm auslösen.

Automatisierte Brandmeldeanlagen leiten alle erforderlichen Maßnahmen gleichzeitig ein, so dass keine Zeit verloren geht.

Sie sollten das Brandrisiko einschätzen, um herauszufinden ob eine Brandmeldeanlage für Ihren Betrieb sinnvoll ist.

Man unterscheidet unter geringe, mittlere und große Brandgefahr:

  • Geringe Brandgefahr:
    • Betriebe geringes Brandpotenzial
    • Umgebung geringes Brandpotenzial
    • Ausweitung eines Brandes ist sehr gering.
  • Mittlere Brandgefahr:
    • Betriebe hoch entzündbaren Stoffen.
    • Umgebung begünstiget eine Brandentstehung
    • bei Beginn eines Brandes ist die Ausbreitung des Brandes gering
  • Große Brandgefahr:
    • Betriebe hohes Brandpotenzial
    • Umgebung begünstigt eine Brandentstehung
    • bei Beginn eines Brandes ist die Ausbreitung des Brandes hoch

Wenn Sie Ihren Betrieb zu einer Kategorie zugeordnet haben, können Sie alle Brandschutzmaßnahmen einleiten:

  • technische Maßnahmen, wie hier genannt Brandmeldeanlagen
  • Anbringung von Feuerlöschern
  • Flucht- und Rettungspläne
  • Mitarbeiterschulung richtiges Verhalten im Brandfall, wie Unterweisung der Benutzung von Feuerlöschern

Es gibt drei gängige Brandmeldesysteme:

  1. Rauchmelder: reagieren auf die geringste Menge von Rauch
  2. Wärmemelder: reagieren da rauf, wenn sich die Temperatur schnell steigert
  3. Flammenmelder: reagieren auf den Infrarotanteil der Flamme
VonCarina Borgers

Sicherheitsbodenmarkierungen zur Erhöhung der Sicherheit

Gut sichtbare Bodenmarkierungen bei einem Brand können Leben retten!

Sicherheit am Arbeitsplatz ist sehr wichtig und muss in allen Bereichen und Räumen eines Betriebes abgedeckt werden.

Vorbeugende Maßnahmen sind enorm hier wichtig!

Falls es unumgänglich ist bei einem Brand das Gebäude verlassen zu müssen, muss alles schnell und gezielt ablaufen. Für jeden muss sofort erkennbar sein, wie er schnellstmöglich und sicher aus dem Gebäude nach Draußen flüchten kann. Fluchtwegen dürfen nie zugestellt und gut gekennzeichnet sein!

Schwenktüren können eine Gefahr bergen, deswegen sollten diese mit Aufmerksamkeit behandelt werden und markiert werden.

Genauso sollten Feuerlöscher gut gekennzeichnet sein damit man sie schnell finden und in Gebrauch nehmen kann. Auch sollten sie gut erreichbar angebracht sein um ein schnelles Einschreiten bei einem Brand zu gewährleisten. Damit die Feuerlöscher, genauso wie die Fluchttüren, nicht zugestellt werden im hektischen Arbeitsalltag, gibt es auch hier für Bodenmarkierungen.

Bodenmarkeirung

SETON Bodenmarkierung für Sicherheit und Ordnung (Bildquelle: SETON)

 

Im Notfall bei einem Feuer mit Rauchentwicklung helfen gut sichtbare nachleuchtende Markierungen auf den Boden. Diese fallen besonders auf und werden nicht vom Rauch bedeckt.

 

VonCarina Borgers

Einsatz von CO2 Feuerlöschern

Vorsicht beim Gebrauch von CO2 Feuerlöschern!

Beim Gebrauch von CO2 Feuerlöschern ist besondere Vorsicht geboten, da eine Erstickungsgefahr besteht!

CO2 Feuerlöscher werden in sensiblen Räumen von Betrieben genutzt, wo eine hohe Hygieneanforderung oder mit IT-Ausstattung besteht.

Die Löschwirkung von Kohlendioxid beruht auf den Stickeffekt. Die Flammen werden dadurch erstickt, dass die löschbare Konzentration auf weniger als 15 Vol.-% gesenkt wird.

Es können aber durch diesen Effekt erhebliche Schäden bei der löschenden Person verursacht werden.

CO2 ist farb- und geruchslos und schwerer als Luft. Die Atemtätigkeit wird schon bei einer geringen Konzentration von 2 Vol.-% stark erhöht. Wenn sich die Konzentration weiter steigert kommt es zu gesundheitlichen Problemen. Bei einem Wert ab 5 Vol.-% kann es bis zum Atemstillstand kommen.

Die Raumgröße bei der Verwendung dieser Feuerlöscher ist ausschlaggebend. Die Räume müssen eine gewisse Größe aufweisen. (z.B. 2 kg Löscher bei 11 qm)

Wenn ein Raum zu klein ist, sollte die Löschung durch eine offene Tür von außen erfolgen.

!!!Wenn ein Raum mit einem CO2 Feuerlöscher gelöscht wurde, darf der Raum danach, wegen der hohen Gefahr, nur mit Atemschutzmaske durch die Feuerwehr betreten werden!!!

CO 2 Feuerlöscher müssen deshalb unbedingt ausreichend sichtbar gekennzeichnet mit einem Warnschild für Erstickungsgefahr!

W041 Erstickungsgefahr

VonThomas Eulenpesch

Brandschutz im Unternehmen – Gehen Sie mit uns auf Nummer Sicher

Insbesondere in kleinen und mittelständischen Unternehmen wird die Thematik des Brandschutzes häufig vernachlässigt. Dies kann jedoch fatale Folgen haben, denn einerseits können erhebliche Schäden entstehen und andererseits muss sie nach Brandausbreitung der Betrieb für eine längere Zeit vollständig eingestellt werden, was mit weiteren Folgen für das Unternehmen verbunden ist. Mit einem professionellen Konzept lassen sich die Auswirkungen verhindern oder zumindest die Folgen eines Brandes deutlich minimieren.

 

Warum ist betrieblicher Brandschutz so wichtig?

Ein Brand kann durch verschiedene Art und Weise ausbrechen. Unter anderem kann dies auf ein Fehlverhalten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie beispielsweise das unachtsam wegwerfen einer Zigarette aber auch auf einen technischen Defekt an einer Maschine zurückzuführen sein. Mitunter kann auch Sonneneinstrahlung, die beispielsweise durch eine Metallplatte oder eine Glasflasche reflektiert wird zu einem Brandereignis führen.

In allen Fällen kann ein Brandereignis massive Auswirkungen für Ihr Unternehmen haben. Neben den materiellen Schäden können insbesondere die entstehenden Gase (Brandrauch) gesundheitliche Schäden verursachen. Auch, wenn sie durch Versicherungen abgesichert sind, bezahlen diese meist nur die unmittelbaren Schäden wie zerstörte Maschinen oder den unmittelbaren Verdienstausfall.

Jedoch werden nicht alle Folgen eines Brandereignis durch Versicherungen abgedeckt. Beispielsweise suchen sich Kunden bei einem längeren Lieferausfall andere Geschäftspartner und kehren nicht mehr zurück, obwohl sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder lieferfähig sind auch Mitarbeiter, die über fachspezifisches Know-how verfügen können bei längerer Erkrankung nicht einfach ersetzt werden. Insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels ist dies ein wichtiger Punkt für Unternehmer zumal viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter großen Wert auf einen sicheren Arbeitsplatz liegen und mitunter bei schlechten Brandschutzmaßnahmen zu einem anderen Arbeitgeber wechseln.

Brandschutz als Herausforderung für Unternehmer(innen)

Hier stellt sich die Frage, wie sich professioneller Brandschutz in Ihrem Unternehmen realisieren lässt. Wichtige Hinweise bieten die gesetzlichen Bestimmungen aus dem Bereich Arbeitsschutz und Umweltrecht. Unter anderem von ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft können Sie exakte Vorgaben bzw. branchenspezifische Vorgaben im Bereich Brandschutz erhalten. Zudem sollten Sie die nachfolgenden Tipps beachten:

  • Brandschutzbeauftragter: Eine fachlich qualifizierte Person sollte sich um alle Belange des Brandschutzes kümmern. Gerne beraten wir Sie hier zu oder werden auch als externer Brandschutzbeauftragter für Sie tätig.
  • Einweisung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: Der Brandschutz im Unternehmen funktioniert nur dann, wenn alle dort tätigen Personen die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen ernst nehmen. Daher sollte Geschäftsführung bzw. der zuständigen Brandschutzbeauftragten dafür sorgen, dass sämtliche Beschäftigte und auch Leiharbeiter die notwendige Einweisung erhalten.
  • Korrekte Lagerhaltung: Entzündliche Materialien müssen fachgerecht gelagert werden. Beispielsweise dürfen Farben und Lacke nicht im Heizungsraum gelagert werden, sondern sollten vielmehr in speziellen Gefahrstoffschränken oder abgetrennten Räumlichkeiten gelagert werden. In der Produktion oder Verarbeitung sollte nur die Menge an brennbaren Materialien aufbewahrt werden, die aktuell benötigt werden.
  • Feuerlöscher: Ihr Unternehmen sollte über eine genügende Anzahl an Feuerlöschern verfügen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Berechnung der notwendigen Anzahl an Feuerlöschern und weiteren Hilfsmitteln zur Brandbekämpfung.
  • Pläne für den Notfall: Der betriebliche Brandschutz muss auch stets detaillierte Flucht und Rettungspläne enthalten.
  • Brandschutzübung: Sie sollten in Ihrem Unternehmen regelmäßig Brandschutzübungen durchführen. Denn die beste Planung führt nicht zum gewünschten Erfolg, wenn ihre Mitarbeiter nicht wissen, wie sie sich im Ernstfall verhalten sollen. Gerne führen wir in Zusammenarbeit mit Ihnen eine Brandschutzübung in Ihrem Unternehmen durch.

 

Effiziente Organisation des Brandschutzes in Ihrem Unternehmen

Der betriebliche Brandschutz kann auf zwei alle Arten organisiert werden. Zum einen intern und zum anderen extern. Insbesondere bei kleinen und mittelständischen Unternehmen ist es sinnvoll, auf einen externen Partner zurückzugreifen. Denn dieser verfügt über die notwendigen Fachkenntnisse und kann unabhängig innerhalb ihres Unternehmens agieren.

Somit müssen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen oder sie selbst als Führungskraft diese Fachkenntnisse nicht erst aneignen. Darüber hinaus entstehen bei der internen Organisation regelmäßig Fortbildungskosten und Post für die Beschaffung von Literatur und anderweitigen Hilfsmitteln.

Derartige Kosten sind bereits in unserem pauschalen Honorar enthalten. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot, das sämtliche notwendigen Tätigkeiten im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes abdeckt und ihnen somit Kosten Sicherheit bietet.

VonCarina Borgers

Einsatz von Schaummitteln

Bei Löschschaummitteln werden fluorierte Tenside verwendet einige davon stehen auf der Liste der Umweltgifte. Tenside setzen die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten herab und ermöglichen so Schaumbildung

Die Mischung aus Schaummittel und Löschwasser wird bei der Brandbekämpfung an Orten vorgenommen, wo mit brennbaren Flüssigkeiten gearbeitet wird bzw. die dort gelagert werden. Reines Wasser hätte ich hier nicht die erwünschte Wirkung, deswegen verwendet man hier einen Zusatz von Schaummitteln. Die Löschung erfolgt im Normalfall automatisch über Sprinkler, wenn eine gezielte Kühlung auf großen Flächen notwendig ist.

Schaummittelarten:

  • Synthetische Schaummittel: künstlich hergestellter Schaum
  • Protein Schaummittel: Schaum aus natürlichem Eiweiß
  • Poly- und perfluorierte Chemikalien (PFC): bei Bekämpfung von Flüssigkeitsbränden

PFC ist eine chemische Obergruppe, die eine Vielzahl von Stoffen beinhaltet. Problematisch sind dabei beispielsweise die Stoffe Perfluoroktansulfonsäure (PFOS) und Perfluoroktansäure (PFOA). Diese beiden Stoffe sind giftig. PFOS ist in der EU bereits seit 2008 verboten und PFOA steht unter Beobachtung.

Die Firma Eulenpesch GmbH berät Sie gerne zu diesem Thema. Unsere Empfehlung an Betreibern von stationären Löschanlagen stets die vom Hersteller empfohlenen Schaummittel einzusetzen um keine unnötigen Risiken einzugehen. Denn Risiken im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes sind stets mit einer Gefahr für Leib und Leben oder zuminst mit einer Gefahr für Sachwerte verbunden.

VonCarina Borgers

Brandschutz im Gefahrstofflager

Im Gefahrstofflager besteht ein hohes Risiko, da dort leicht entzündliche Materialen gelagert werden. Im Brandfall können Menschen und auch die Umwelt in Gefahr gebracht werden. Auch der betroffene Betrieb wird durch hohe Reparaturen und Ausfällen finanziell belastet.

Gefahrenstofflager werden meistens durch die Leichtschaumlöschtechnik geschützt. Hier wird der Brandabschnitt mit dem Löschmittel überflutet. Diese birgt aber eine große Gefahr für Menschen, die sich im Löschbereich aufhalten. Außerdem erschwert die Sichtbehinderung den Einsatz der Feuerwehr.

Druckluftschaum wurde deswegen als Alternative zum Leichtschaum entwickelt. Diese Löschmethode ist schneller, sicherer und nachhaltiger. Hier wird gezielt gelöscht und der Bedarf an Löschmittel verringert sich. Auch die Umwelt wird geschont durch Verwendung eines fluorfreien Schaummittels.

Druckluftschaum wird in einer Mischkammer durch aktive Verschäumung erzeugt, die Löschwirkung erstickt den Brand im Kern:

  • Schnelleres Ersticken der Flammen durch Sauerstoffentzug
  • Tiefes Eindringen in das Brandgut durch Verringerung der Oberflächenspannung des Wassers
  • Erhöhte Rückbrandsicherheit und nachhaltige Kühlung durch kompakte Schaumstruktur
  • Geringe Applikationsraten zur effizienten Brandbekämpfung und der Verringerung der Wasserschäden
  • Gleichbleibend stabile Schaumqualität
  • Schaum haftet an heißen Oberflächen

Bei einem Brandversuch wurde die Effizienz von Druckluftschaum getestet. Ein Gefahrgutlager wurde nachgebaut und unter Beobachtung in Brand gesetzt. Sehr schnell brachte der Druckluftschaum den Brand unter Kontrolle. Gerne berät sich die Eulenpesch GmbH bei der Umsetzung von notwendigen Maßnahmen in Kleve und Umgebung.

VonCarina Borgers

Vorbeugender Brandschutz

Vorbeugender Brandschutz ist für jeden machbar, so kann die Gefahr eines Feuers reduziert werden bevor die Feuerwehr zum Einsatz kommt.

 

(Bau-)Materialien

Bereits beim Bau und Einrichten eines Hauses kann viel für den Brandschutz getan werden! Man sollte sich genau informieren und überlegen welche Materialien verbaut werden und auch die Einrichtungsgegenstände sollten nicht leicht entflammbar sein. Außerdem sollte man offenes Feuer von brennbaren Materialien fernhalten.

 

Elektrogeräte

Elektrogeräte hat jeder im Haushalt, sie erleichtern unser Leben im Alltag, aber auch diese können eine Gefahr sein. Vor allem wenn man sie nicht richtig bedient oder unbeaufsichtigt lässt. Elektrogeräte sollten sofort abgeschaltet und kontrolliert werden bei dem kleinsten Anzeichen auf einen Fehler. Prüf- und Zulassungszeichen bieten eine gewisse Sicherheit. Elektrogeräte sollten nach Brandschutzbestimmungen und Bedienungsanleitung ihren Platz im Haus finden.

 

Lagerstätten

Brennmaterial sollte in Kellerräumen gelagert werden, aber so dass keine Fluchtwege versperrt werden und nicht neben brennbaren Flüssigkeiten.

 

Brandschutztüren

Brandschutztüren verhindern das Ausbreiten von Rauch, um das gewährleisten zu können, müssen sie sich bei einem Feueralarm von alleine verschließen. Bundesweit muss ein Keller mit Ölheizung über eine Brandschutztür verfügen. Brandschutztüren müssen immer geschlossen gehalten werden, außer es handelt sich, wie oben genannt, um eine Brandschutztür die sich selber bei Feueralarm verschließt. Hier sollte man drauf achten, dass kein Gegenstand im Weg steht, so dass das eigenständige Schließen verhindert werden kann.

 

Küche

Achtsamkeit in der Küche hat höchste Priorität!

Elektrogeräte, wie z. B. der Ofen oder die Herdplatten, sollten unter Aufsicht benutzt werden und man sollte am besten nicht den Raum verlassen, wenn ein Gerät eingeschaltet ist. Brände auf dem Herd sollten immer mit einer Löschdecke gelöscht werden, auf keinen Fall mit Wasser, wenn Fette oder Öle im Spiel sind. Dunstabzugshauben regelmäßig den Filter wechseln und Elektrogeräte, die sich erhitzen können, wie z.B. Wasserkocher nie unbeobachtet lassen und am aller besten auf eine feuerfeste Unterlage stellen.

In der Küche ist es für jeden Haushalt ratsam einen Rauchmelder anzubringen!

 

Erdgas

Das vom Energieversorger gelieferte Gas ist gut riechbar. Sobald sie einen Gasgeruch in der Nase haben sollten sie auf keinen Fall ein elektrisches Gerät betätigen, auch sollten sie Türklingen, Telefone und Lichtschalter nicht benutzen.

VonCarina Borgers

Kennzeichnung von Feuerschutzeinrichtungen

Feuerlöscheinrichtungen, vor allem Feuerlöscher müssen immer mit entsprechenden Brandschutzzeichen gekennzeichnet sein!

Auszug ASR A 2.2 „Maßnahmen gegen Brände“:

5.3 Anforderungen an die Bereitstellung von Feuerlöscheinrichtungen

Der Arbeitgeber hat sicherzustellen, dass in Arbeitsstätten:

  • die Standorte von Feuerlöscher durch das Brandschutzzeichen F001 „Feuerlöscher“ entsprechend ASRA1.3 „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“ gekennzeichnet sind. In unübersichtlichen Arbeitsstätten ist der nächstgelegene Standort eines Feuerlöschers gut sichtbar durch das Brandschutzzeichen F001„Feuerlöscher“ in Verbindung mit einem Zusatzzeichen „Richtungspfeil“ anzuzeigen. Besonders in lang gestreckten Räumen oder Fluren sollen Brandschutzzeichen in Laufrichtung jederzeit erkennbar sein, z.B. durch den Einsatz von Fahnen- oder Winkelschildern,
  • weitere Feuerlöscheinrichtungen ebenfalls entsprechend ASRA1.3 „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“ gekennzeichnet sind (z.B. für Wandhydranten: Brandschutzzeichen F002 “Löschschlauch“,
  • die Erkennbarkeit der notwendigen Brandschutzzeichen auf Fluchtwegen ohne Sicherheitsbeleuchtung durch Verwendung von langnachleuchtenden Materialien entsprechend ASRA1.3 erhalten bleibt und
  • die Standorte der Feuerlöscheinrichtungen in den Flucht- und Rettungsplan entsprechend ASR A2.3 „Fluchtwege und Notausgänge, Flucht- und Rettungsplan“ aufgenommen sind.

 

Auszug ASR A 1.3 „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“

4 Allgemeines

(11) Zur Kennzeichnung und Standorterkennung von Material und Ausrüstung zur Brandbekämpfung sind Brandschutzzeichen nach Anhang 1 zu verwenden.

5 Kennzeichnung

5.1 Sicherheitszeichen und Zusatzzeichen

(7) Ist eine Sicherheitsbeleuchtung nicht vorhanden, muss auf Fluchtwegen die Erkennbarkeit der dort notwendigen Rettungs- und Brandschutzzeichen durch Verwendung von langnachleuchtenden Materialien auch bei Ausfall der Allgemeinbeleuchtung für den Zeitraum der Flucht in einen gesicherten Bereich erhalten bleiben. Hierbei ist eine ausreichende Anregung der langnachleuchtenden Produkte sicherzustellen. Diesbezügliche Anforderungen enthält die ASR A3.4/7 „Sicherheitsbeleuchtung, optische Sicherheitsleitsysteme“.

Daher sollte jeder Feuerlöscher ausreichend gekennzeichnet sein um im Ernstfall schnellstmöglich auffindbar zu sein.

VonCarina Borgers

Gefahrenquelle EPS und Phenolharzschaum

In der Ausgabe 26/2012 des Spiegels hat sich die Redaktion mit der unbeachteten Gefahr von geschäumten Wärmedämmstoffen an und in Gebäuden beschäftigt. Durch Erfahrungen von neutralen Bausachverständigen und Feuerwehrleuten und auch durch technische Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Dämmstoffe aus Expandierten Polystyrol (EPS, Styropor) sowie Phenolharzschaum nicht so positive sind.

Laut den Herstellern sind diese Dämmstoffe bei sachgerechter und fachgerechter Anwendung völlig unbedenklich, und die benutzen Dämmstoffe sorgfältig getestet wurden. Wenn man jedoch den neutralen Fachleuten Glauben schenkt, steht es mit der Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit vieler Dämmstoffe gar nicht gut.

Man kommt immer wieder durch unabhängige Tests zu neuen schlechten Erkenntnissen zum Thema Brände von Wärmedämmverbundsysteme (WDVS).

Der Bericht vom Spiegel beschäftigt sich jedoch eher um Phenolharzhartschäume gegen Energieverlust am Bau. Dieser Dämmstoffe soll nicht so gut sein, wie es die vertreibende Firma Kingspan anpreist. Es werden durch diese Firma wichtige Details verschwiegen. Hier geht es um das gesundheitsgefährdende Potential des Dämmstoffes Phenolharzhartschaum bei Verarbeitung und auch bei Fertigstellung.

Der Hersteller sollte zum Schutz der Verarbeiter eine Warnung vor Verätzungen am menschlichen Körper in seinem Prospekt aufnehmen, dadurch würden die Verarbeiter vorgewarnt werden und sich dementsprechend schützen. Der Abrieb einer Dämmstoffplatte kann zu Verätzungen führen, was schmerzhaft ist und verhindert werden sollte.

Bei der Verarbeitung von Phenolharzhartschaum wird auch 2-Chlorpropan freigesetzt. Dieses wird von der EU als gesundheitsschädlich eingestuft. Die Firma Kingspan erwähnt auch dieses nicht. Die chemischen Tests für Phenolharzschaum sind jedoch auch nicht für 2-Chlorpropan ausgelegt.

Anstatt mit Wissenschaftlern gemeinsam Lösungen zu finden, verschweigt man hier lieber die Konsequenzen beim Einsatz von Styropor und Phenolharzschaum. Dies kann gefährlich werden, es häufen sich Berichte, nach denen eine sehr hohe Konzentration von 2-Chlorpropan festgestellt wurde in Innenräumen, wo Phenolharzschaum als Dämmstoff verwendet wurde. Ein Test, den die Firma Kingspan in Auftrag gegeben hatte, ergab das die Benutzung von Phenolharzschaum in Innenräumen unbedenklich ist. Bei diesem Test wurde aber 2-Chlorpropan gemessen aber nicht bewertet.

Hier muss der Gesetzgeber endlich reagieren. Die Testverfahren müssen weiterentwickelt werden, da die jetzigen nicht immer aussagekräftig sind. Außerdem sollten sie verpflichtend durch den Gesetzgeber sein.

VonCarina Borgers

Gefahr durch Brandrauch

Viele Gedanken gehen in einem vor, wenn man sich vorstellt man wäre mitten in einen Brand geraten. Alle Leute haben in dem Fall am meisten Angst vor den Flammen, aber die wenigsten wissen, dass die eigentliche Gefahr durch den Brandrauch entsteht den man einatmet. Nur 20% sterben bei einem Brand durch Verbrennungen, die restlichen sterben durch den Brandrauch der sich entwickelt.

Brandrauch

Diese Gefahr besteht in allen Gebäuden, ob Wohnungen, Flughäfen oder Firmen.

Es wurde seit 1996 als der Brand am Düsseldorfer Flughafen war, viel für den Brandschutz getan. Davon profitieren alle Seiten, ob Betroffene oder die Feuerwehr. Jedoch muss man sich immer vor Augen halten, dass schon nach wenigen Minuten Rauchentwicklung die Sicht sehr stark erschwert wird und das Löschen des Brandes schwer macht.

Die verringerte Sicht ist nur eine Sache, das Einatmen des Rauches führt schon nach 5 Minuten dazu, dass man zu ersticken droht, schneller führt das Einatmen zur Bewusstlosigkeit. Vor der Bewusstlosigkeit entstehen Kopfschmerzen, Schwindel und Orientierungsverlust.

Bei einem Brand, wo noch andere Materialien oder Chemikalien mit im Spiel sind, können sich polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe entwickeln. Anorganische Brandgase sind giftig für den Menschen, organische Brandgase können Krebs erregen.

Bei einem Brand ist es wichtig den entstehenden Brandrauch abzuführen. Damit verringert man die Geschwindigkeit der Rauchentwicklung. Dies kann durch natürlich wirkende Rauch- und Wärmeabzugsanlagen herbeigeführt werden. Diese öffnen sich schon bei der Eröffnungsphase des Brandes und leiten Rauch, Hitze und Gase nach oben nach draußen ab. Dadurch ist der Boden rauchfrei, so dass Opfer flüchten können und Feuerwehrleute ihre Arbeit verrichten können. Bei jedem Brand gilt vor allem: Ruhe bewahren und nicht in Panik auszubrechen!

VonThomas Eulenpesch

Welchen Vorteil bieten die neuen Vorschriften und Regelungen der BauPVO im Vergleich zu den bereits vorhandenen Brandeigenschaften?

Die in der BauPVO enthaltenen Brandverhaltensklassen[1] beziehen sich auf das Brandverhalten von Kabeln und Leistungen. Die Betrachtung des Brandverhaltens erfolgt dabei unter Berücksichtigung des zeitlichen, dynamischen Brandablaufes.

Die Einstufung der Kabel und Leitungen erfolgt mittels realer Übungsszenarien und in Echtzeit. Hierdurch soll ein erhöhter Brandschutz gewährleistet werden. Zudem ermöglicht diese einheitliche europäische Regelung den Aufsichtsbehörden Leitungen und Kabel analog zu anderen Bauprodukten zu behandeln.

Die europäischen Brandschutzklassen werden Ihrerseits ein Bestandteil der Bauvorschriften der Mitgliedsstaaten. Jedoch muss berücksichtigt werden, dass eine individuelle nationale Einstufung und Umsetzung möglich sind. Somit müssen bei einem Bauvorhaben stets die landesspezifischen Besonderheiten beachtet werden.

Dennoch können die Brandverhaltensklassen als einheitlicher Bezugspunkt eingestuft werden und bieten daher auch eine Grundlage für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Dies ergibt sich auch aus dem Sachverhalt, dass das Leistungsniveau dieser Klassen allen europäischen Entscheidungsträgern verständlich ist.

Daher ist auch davon auszugehen, das sämtliche Anbieter von Kabeln und Leitungen in Europa Ihre Produkte an diesen Regelungen ausrichten. Die Anwendung dieser Regelungen ermöglicht aufgrund der strengen Kriterien auch die Verbesserung des Schutzes von Personen, Tieren und Sachwerten im Brandfall.

[1] Delegierte Verordnung 2016/364 der europäischen Kommission über die Klassifizierung des Brandverhaltens von Bauprodukten im Einklang mit der EU-Verordnung 305/2011 des Europaparlamentes und des Europarates (Tabelle Nr. 4: Brandverhaltensklassen von elektrischen Kabeln)

VonCarina Borgers

Flammschutzmittel

Flammschutzmittel sind heutzutage leider notwendig!

Im Bauwesen wird oft brennbares Material verarbeitet, dort sind Schutzmaßnahmen, wie Flammschutzmittel notwendig um das Risiko zu minimieren, also die Feuerbeständigkeit zu verbessern.

Diese kommen nicht nur in Baustoffen vor, sondern auch in Wohnungsgegenständen aus Kunststoff oder auch in Elektrogeräten. Flammschutzmittel können jedoch auch die Haut, die Atemwege oder Schleimhäute reizen.

Flammschutzmittel kommen überall da zum Einsatz, wo ein Brand verhindert oder entschleunigt werden soll. Es gibt einen großen Bedarf für Flammschutzmittel, der sich von 2011 bis 2018 voraussichtlich mehr als verdoppeln wird. Die Wirkungsweise bei Flammschutzmitteln ist physikalisch und chemisch.

Flammschutzmittel bestehen aus anorganischen oder aus halogenierten Stoffen.

Anorganische Stoffe:

  • Aluminiumhydroxid
  • Magnesiumhydroxid
  • Ammoniumsulfat bzw. -phosphat
  • Roter
  • Phosphor
  • Borate
  • Gelöschter Kalk

Halogenierte Stoffe:

  • Hexabromcyclododecan
  • Tetrabrombisphenol A
  • Decabromdiphenylether
  • Chlorparaffine
  • Mire

Von Flammschutzmittel geht teilweise eine große Gesundheitliche Gefahr aus, obwohl sie Brände verhindern sollen und können. Halogenierte Flammschutzmittel entwickeln bei großer Hitze toxische Gase. Auch sammeln sich halogenierte Flammschutzmittel in der Umwelt und bei Menschen an.

Deswegen nennt das Bundesumweltamt Alternativen zu diesem Flammschutzmittel in einer Broschüre auf deren Internetseite.

Viele Firmen die Dämmstoffe produzieren bzw. vertreiben, wissen von der Gefahr, aber begründen ihr handeln damit, dass die Stoffe so gebunden wären, dass keine richtige Gefahr bestehen würde. Auch wenn Flammschutzmittel aus halogenierten Stoffen als PBT-Stoff eingestuft werden, führt diese Einstufung zu keinem Verbot, sondern dient lediglich zur Information für Verbraucher.

Im Bauwesen werden oft Borate mit ansonsten brennbaren Materialien, wie Zellulose, Hanf, Holzfaser oder Flachs angereichert. Durch die Borate in Werkstoffen hat das Feuer keine Chance.

Borate werden als gesundheitlich unbedenklich im eingebauten Zustand eingestuft. Man kann durch spezielle aufschäumende Anstriche auch andere Werkstoffe wie Holz schwer entflammbar machen. Die Brandschutzbeschichtung muss jedoch dann vor Ort gut geschützt werden.

VonCarina Borgers

Rauchmelder: Kostengünstige Lebensretter

Rauchmelder sind lebensnotwendig, da sie frühzeitig vor einer drohenden Gefahr warnen. Nicht nur das Feuer, dass den Rauch verursacht ist lebensbedrohlich, sondern auch der Rauch selbst. Neun von zehn Menschen sterben nicht an dem Feuer selbst, sondern an den Folgen des eingeatmenden Rauches. Gerade beim Schlafen ist die Gefahr sehr groß.

Rauchmelder sollten also in jedem Haushalt vorhanden sein ohne Ausnahme, da sie Leben retten!

Rauchmelder

Der Einsatz von Rauchmeldern ist Ländersache und daher nicht bundesweit übereinstimmend. In manchen Bundesländern besteht schon eine Rauchmelderpflicht, in anderen wiederrum noch nicht für Bestandsgebäude. Hier sollte eine einheitliche Regelung für ganz Deutschland her, denn Sicherheit geht vor!

Jeder Haushalt, der noch keinen Rauchmelder im Einsatz hat, sollte sich überlegen ob eine Anschaffung nicht endlich notwendig ist, um sein Leben zu schützen. Heute noch, obwohl alles sicherer geworden ist mit der Zeit, entstehen Feuer durch Kerzen, Elektrogeräte oder Zigaretten. Man ist nur einen Moment unachtsam und schon ist es passiert.

Die Basis bei zeitgemäßen Rauchmeldern ist meist optisch oder photoelektrisch. Es gibt aber auch Ionisationsrauchmelder. In Deutschland sind diese aber wegen den strengen Auflagen nur selten in Gebrauch. Schon ab 40 € gibt es gute Rauchmelder, also kann man auch mit einem kleinen Budge sein Leben sicherer machen.

Hochwertigere Modelle mit einer Lithiumzelle halten bis zu 10 Jahren. Das erspart das lästige Auswechseln der Batterien. Jeder Rauchmelder sollte mit einem Signalton ankündigen, wenn die Batterie langsam sich leert. Der Signalton muss so laut sein, dass man ihn überall in der Wohnung hören kann auch bei alltäglichen Alltagsgeräuschen.

VonThomas Eulenpesch

Vorbeugender Brandschutz bietet Sicherheit für Sie und Ihre menschlichen und tierischen Angehörigen

Brandschutz ist stets ein sensibles Thema. Oftmals wird sich diesem Thema jedoch erst dann gewidmet, wenn ein Unglück geschieht. Auch, wenn der materielle Verlust ärgerlich ist, ist dieser im Vergleich zu einem Personenschaden von untergeordneter Bedeutung. Jährlich versterben unnötig viele Menschen, weil keine ausreichende Brandschutzmaßnahmen umgesetzt worden sind. Daher muss hervorgehoben werden, dass die richtige Vorsorge einerseits den Ausbruch von Feuer reduzieren und andererseits Menschenleben retten kann.

Auch innerhalb Ihres Eigenheims können Sie einen erhöhten Fokus auf das Thema Brandschutz legen. Üblicherweise werden nur die baurechtlich geforderten Basismaßnahmen umgesetzt, dennoch können Sie für Ihre eigene Sicherheit umfangreichere Maßnahmen umsetzen. Empfehlenswert ist beispielsweise auf brennbare Dämmstoffe wie Styropor zu verzichten und besser Steinwolle als Dämmstoff einzusetzen. Auch der Einsatz von Gipskartonplatten und andere schwer entflammbare Baumaterialien ist zu empfehlen. In einem Mehrfamilienhaus oder auch beim direkten Zugang zur Garage sind Rauchschutztüren und Feuerschutztüren nicht mehr wegzudenken. Diese baulichen Gegebenheiten verhindern zwar nicht den Ausbruch von Feuer, reduzieren jedoch das Risiko eines schnellen Feuerausbruchs und ermöglichen demnach auch bessere Löschmaßnahmen. Auf Wanddurchbrüchen wie beispielsweise für Elektroleitungen oder Wasserleitungen muss ein besonders starkes Augenmerk gelegt werden und hierfür geeignete Maßnahmen wie beispielsweise den Einsatz von Abschottungen umgesetzt werden.

Unabhängig davon sind vorbeugende Maßnahmen von besonders großer Bedeutung. Denn diese ermöglichen einerseits eine frühzeitige Erkennung und andererseits frühzeitige Löschmaßnahmen. Um eine bestmögliche Sicherheit zu erreichen wird empfohlen einen hochwertigen Rauchmelder beispielsweise mit Rauch- und Temperatursensor zu installieren. Um einen Fehlalarm zu vermeiden sollten Rauchmelder jedoch nicht in Badezimmern oder Küchen installiert werden. Für Küchen bietet es sich jedoch zusätzlich an eine Löschdecke anzuschaffen um im Ernstfall einen Brand löschen zu können. Die Verwendung von Wasser bei einem Fettbrand führt hingegen zu einem deutlich höheren Schadensausmaß.  Auch kann die Anschaffung eines Feuerlöschers für Privathaushalte empfohlen werden. Hierzu sollten Sie sich jedoch im Fachhandel beraten lassen und nach Möglichkeit einen höherwertigen Aufladelöscher anschaffen.

VonThomas Eulenpesch

Einsatz von Feuerlöschern im Privathaushalt

Auf dem Markt existieren unterschiedliche Arten von Feuerlöscher. Diese unterscheiden sich entsprechend auch in der Handhabung und Ihren Einsatzbereichen. Am häufigsten sind auf dem Markt Pulverlöscher, Schaumlöscher und CO2 Löscher vorzufinden. Für den privaten Einsatz sollte überprüft werden, ob statt dem Einsatz eines 6 Kilogramm schweren Feuerlöschers auch der Einsatz eines Feuerlöschsprays möglich ist. Dieser eignet sich jedoch auf seiner Größe nur für kleinere Entstehungsbrände hat auf der anderen Seite den Vorteil, dass dieser unmittelbar in Reichweite beispielsweise in der Küche aufbewahrt werden kann. Zusätzlich ist ein Feuerlöschspray für viele Leihen deutlich einfacher zu handhaben.

Auch, wenn Feuerlöscher zunehmend in Discountern und Baumärkten oder auch über Online-Anbieter erhältlich sind, kann der Bezug über den lokalen Fachhandel empfohlen werden. Denn dort erhalten Sie eine kompetente Beratung und erhalten einen Feuerlöscher, der auf Ihren Einsatzbereich zugeschnitten ist.

Darüber hinaus erhalten Sie im Fachhandel eine kompetente Einweisung in den Umgang mit dem Feuerlöscher. Je eher der Feuerlöscher im Brandfall eingesetzt wird, desto größer ist die Chance, dass der Entstehungsbrand gelöscht werden kann bevor ein größerer Schaden entsteht. Daher ist es empfehlenswert, wenn Sie sich vorab mit der Handhabung vertraut gemacht haben. Im optimalen Fall sind Sie in die Nutzung eingewiesen worden und haben sogar ein Übungsfeuer mit dem gleichen oder einem vergleichbaren Modell gelöscht.

Beim Kauf eines Feuerlöschgeräts sollte insbesondere auf die Brandklasse und eine GS-Prüfung geachtet werden. Im Privathaushalt sind die Brandklassen A und B und im Bereich der Küche zusätzlich die Brandklasse F für mögliche Fettbrände zu empfehlen. Beim Einsatz eines sogenannten ABC-Pulverlöschers, der oftmals sehr preiswert im Baumarkt oder bei Discountern bezogen werden kann muss berücksichtigt werden, dass hierdurch größere Verschmutzungen entstehen, die sich mitunter auch über mehrere Stockwerke im Einfamilienhaus ausbreiten können.

Ein optimaler Schutz bietet ein Aufladelöscher, der im Turnus von zwei Jahren durch einen Fachbetrieb gewartet wird. Dieser ist zwar etwas teurer in der Anschaffung als ein preiswerter Dauerdrucklöscher, bietet jedoch aufgrund der regelmäßigen Wartung durch den Fachbetrieb ein Höchstmaß an Sicherheit für Sie und Ihre Angehörigen.

VonThomas Eulenpesch

Was ist ein Brandschutzkonzept und wer benötigt eins?

Ein Brandschutzkonzept bietet die Basis für die Planung und anschließende Ausführung des vorbeugenden und baulichen Brandschutzes innerhalb eines Gebäudes. Daher sollte dieses Konzept auch bereits vor der Errichtung eines Gebäudes erstellt werden. Jedoch ist es auch möglich nachträglich ein Brandschutzkonzept zu erstellen. Beispielsweise bei der Umnutzung eines Gebäudes. Auch, wenn dies möglich ist führen spätere Änderungen stets zu höheren Kosten und einem erhöhten Aufwand dies kann auch anhand des Beispiels Berliner Flughafen verdeutlicht werden.

Inhalte eines Brandschutzkonzeptes

Ein ausführliches Brandschutzkonzept beinhaltet verschiedene Elemente:

  • Analysen: Welche Voraussetzungen liegen vor? Beispielsweise für welchen Zweck soll das Gebäude errichtet werden und welche Personen und Unternehmen nutzen das Gebäude?
  • Vorschriften und Normen: Zunächst muss überprüft werden, welche Rechtsvorschriften und Normen angewandt werden müssen. Dies können beispielsweise je nach Einsatzzweck und Bundesland unterschiedliche Vorschriften sein.
  • Planung der Brandschutzmaßnahmen: Basierend auf den zuvor gesammelten Informationen werden konkrete Maßnahmen ausgearbeitet.

Bei der Errichtung sollte die Gebäudeinstallation unmittelbar im Brandschutzkonzept berücksichtigt werden. Durch den Einsatz moderner Software könne Brandschutzpläne auf Basis der Gebäudegrundrisse erstellt werden. Hierin können detaillierte Informationenwie die Verlegung von Kabel und Rohren, die Installation von Schotts, Brandwänden, Brandschutztüren, Rauchmeldern und weitere Elemente des vorbeugenden Brandschutzes verzeichnet werden.

Für welchen Zweck wird das Gebäude errichtet?

Maßgeblich für die Erstellung des Brandschutzkonzeptes ist auch die Gebäudenutzung. Beispielsweise müssen bei industriellen Anlagen andere Aspekte beachtet werden als bei einem Mehrfamilienhaus, Pflegeheim, Einkaufszentrum oder Krankenhaus. Während ein Einfamilienhaus meist nur über den Haupteingang und den Ausgang zur Terrasse verfügt müssen in Krankenhäusern mehr Ausgänge zur Verfügung stehen und diese entsprechend sichtbar gekennzeichnet werden.

Beispielsweise gelten hier besondere Vorschriften, sodass dort besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen:

  • Altenheim
  • Supermärkte
  • Kindergärten
  • Schule
  • Bürogebäude
  • Industrieanlagen
  • Hallen
  • Werkstätten

Bei großen Gebäuden werden unter anderem nachfolgende Elemente zur Sicherheit der Nutzer eingebaut:

  • Rauchabzugsanlagen
  • Automatische Feuerlöschanlagen
  • Fluchtwegkennzeichnung und Notbeleuchtung
  • Notstromerzeuger
  • Feuerlöscher und Wandhydranten
  • Rauchmelder mit Direktanbindung an die Feuerwehr

Je größer das jeweilige Gebäude desto komplexer ist auch die Planung des Brandschutzes. Wie beispielsweise am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) zu erkennen ist, führen Mängel bei der Planung -hier maßgeblich ausgelöst durch eine geänderte Flächennutzung innerhalb des Gebäudes- zu erheblichen Verzögerungen beim Bau eines Gebäudes.

Wer benötigt ein Brandschutzkonzept?

Bei der Errichtung eines Gebäudes werden die Informationen aus dem Brandschutzkonzept von allen beteiligten Gewerken benötigt. Denn oftmals betreffen bestimmte Bereiche mehrere Gewerke, sodass beispielsweise der Elektroinstallateur Kenntnis darüber haben muss ob ein Notstromaggregat eingebaut werden muss. Auch muss der für den Bereich der Wasserinstallationen zuständige Unternehmer wissen, an welchem Ort und welcher Menge Wasser für die Sprinkleranlage bereitgestellt werden muss. Daher gilt es das Brandschutzkonzept bereits vor Errichtung des Gebäudes zu erstellen. Bei einer Umnutzung sollte das Konzept erstellt werden, bevor die Bauarbeiten begonnen werden.

Für den Betreiber des Gebäudes enthält das Brandschutzkonzept ebenfalls wichtige Informationen. Durch dieses können Evakuierungen entsprechend durchgeführt werden oder auch Wartungsmaßnahmen besser geplant werden. Daher gilt es das Konzept auch regelmäßig auf Aktualität zu überprüfen.

VonThomas Eulenpesch

Kennzeichnung von Fluchtwegen

Insbesondere in Notsituationen wie Bränden können schnell chaotische Situationen in Gebäuden ausbrechen. Während in öffentlichen und gewerblich genutzten Gebäuden Fluchtwegkennzeichnungen vorgeschrieben sind, sind diese in privaten Wohngebäuden eher selten vorzufinden. Der Einsatz derartiger Kennzeichnungen ist jedoch grundsätzlich sinnvoll, denn hierdurch soll sichergestellt werden, dass die im Gebäude befindlichen Personen schnell und auf dem kürzesten Wege aus dem Gebäude flüchten können.

Oftmals werden Kennzeichnungen von Fluchtwegen mit einer sogenannten Sicherheitsbeleuchtung, die auch bei Stromausfall eine bestimmte Zeit lang funktionsfähig bleibt kombiniert. Ist eine derartige Beleuchtung nicht vorhanden, schreibt das Gesetz vor, dass die Kennzeichnungen mit langnachleuchtenden Materialien beschichtet sind. Dies soll ebenfalls die Flucht aus dem Gebäude bei Stromausfall ermöglichen (Vgl. hierzu auch die Arbeitsstättenrichtlinie (ASR) A1.3).

In den Meisten Gebäuden werden die Schilder in Sichthöhe oder über den Türen angebracht. Hierbei besteht jedoch die Problematik, dass sich bei einem Brand Rauchgase zuerst an der Decke sammeln und von dort langsam heruntergedrückt werden. Dies führt mitunter auch schnell dazu, dass die Beschilderung nicht mehr sichtbar ist und die Orientierung verloren geht. Somit ist nicht mehr sichergestellt, dass Personen eigenständig flüchten können. Mithin wird auch den Rettungskräften, durch die nicht mehr sichtbare Kennzeichnung die Fortbewegung im Gebäude erschwert.

Sofern eine Verrauchung stattfinden kann schreibt die Arbeitsstättenrichtlinie bei öffentlich zugänglichen und gewerblich genutzten Gebäuden ein optisches Sicherheitsleitsystem vor (ASR A3.4/7). Hierbei handelt es sich um eine durchgehende optische Kennzeichnung mit Richtungsangaben. Zu den kostengünstigsten Lösungen zählen hier bodennahe Leitsysteme mit einer langnachleuchtenden Beschichtung, sodass diese ohne Energiekosten über einen längeren Zeitraum die Flucht aus dem Gebäude ermöglichen.

Um einen bestmöglichen Effekt bei der Flucht aus möglicherweise verrauchten Gebäuden zu erzielen werden derartige optische Leitsysteme auf dem Fußboden oder an Wänden in maximal 40 cm Höhe oberhalb des Fußbodens angebracht. Türen in Fluchtwegen sollten zusätzlich vollständig umrandet werden und die Türgriffe ebenfalls mit einer lang nachleuchtenden Folie hinterlegt werden. Sinnvoll ist es bei Treppen im Fluchtweg die einzelnen Stufen zu kennzeichnen um eine Stolpergefahr zu vermeiden.

Gerne helfen wir Ihnen die optimale Kennzeichnungen für die Kennzeichnung von Fluchtwegen in Gebäuden – egal ob in Goch, Kleve oder einem anderen Ort in NRW – auszuwählen.

Klassische Kennzeichnung von Fluchtwegen

Klassische Kennzeichnung oberhalb von Fluchtwegen

VonThomas Eulenpesch

Brandschutz: Vorsorge kann Mensch und Tier das Leben retten

Egal ob in Goch, Kleve, London oder in einem anderen Ort auf der Welt. Brände können täglich ausbrechen. “Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss. Der Umstand, dass in vielen Gebäuden jahrzehntelang kein Brand ausbricht, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss.”[1]

Somit sollte stets eine gewisse Vorsorge in Unternehmen und Haushalten getroffen werden. Insbesondere kann es bei vermeintlich kleinen Bränden schon zu Schäden für Mensch und Tier kommen. Hingegen sind Schäden an Gebäude und Mobiliar zwar ärgerlich, jedoch meist verkraftbar und können meist durch die Leistungen der Versicherung kompensiert werden.

Allein in Deutschland  sind im Zeitraum von 2010 bis 2015 jährlich rund 380 Menschen dem Feuer und Rauchgasen zum Opfer gefallen. Zwar ist die Anzahl der Brandtoten im Vergleich zu 1990 (787 Tote)[2] deutlich gesunken, jedoch ist jede Person, die bei einem Brand verstirbt eine Person zu viel. Hier kann die richtige Vorsorge einen Vorteil für Bewohner und Mitarbeiter bieten und derart tragische Ereignisse verhindern. Ein optimaler Brandschutz sorgt sogar dafür, dass ein Brand möglichst gar nicht ausbricht oder sich zumindest nur sehr langsam ausbreitet.

Brandschutz im Gebäude

Brandschutz fängt bereits vor der Errichtung eines Gebäudes an. Freilich sind die Anforderungen bei Einfamilienhäusern deutlich geringer ausgelegt als beispielsweise bei Mehrfamilienhäusern oder Industriegebäuden, jedoch sollten unabhängig vom Gebäudetyp geeignete Maßnahmen umgesetzt werden. Seitens der Genehmigungsbehörden findet zwar eine Überprüfung der Planung derartiger Maßnahmen statt, hierbei muss allerdings hervorgehoben werden, dass die vom Gesetzgeber festgelegten Maßnahmen stets nur den Mindeststandard darstellen. Insbesondere im eigenen Interesse sollten hier umfangreichere Maßnahmen umgesetzt werden.

Im Sinne des vorbeugenden Brandschutzes sollten daher auch nur Materialien eingesetzt werden, die nicht brennbar oder zumindest schwer entflammbar sind. Beispielsweise kann bei Dämmmaterialien statt auf Styropor oder ähnliches Material auf Steinwolle oder Glaswolle zurückgegriffen werden. Auch Materialien wie Gipskartonplatten bieten aufgrund ihrer stofflichen Zusammensetzung gute Eigenschaften im Sinne des vorbeugenden Brandschutzes.

In größeren Wohngebäuden und gewerblich genutzten Gebäuden sowie beispielsweise beim Übergang von der Garage in das Wohnhaus sind Rauchschutztüren und Feuerschutztüren ein sinnvolles Hilfsmittel um den Brand auf einzelne Bereiche zu beschränken und das Flüchten zu ermöglichen. Insbesondere bei Durchführung von beispielsweise Strom-, und Wasserleitungen sowie Heizungsrohren in sogenannten Brandwänden ist auf eine geeignete Abschottung zu achten, sodass auch diese Durchbrüche feuersicher gemacht werden.

Vorbeugender Brandschutz

Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes sind daher von größerer Bedeutung in Gebäuden aller Art. Durch diese Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass Mensch und Tier unbeschadet aus dem Haus flüchten oder durch Feuerwehrleute gerettet werden können. Daher sollten in Ihrem Gebäude hochwertige Rauchmelder in ausreichender Anzahl eingebaut werden. Diese sollten am höchsten Punkt im Raum installiert werden, sodass dieser sofort Alarm auslöst, wenn sich Rauch bildet. Rauchmelder sollten jedoch nicht in allen Räumen angebracht werden. Beispielsweise kann es durch den Wasserdampf in Bad und Küche zu Fehlalarmen kommen. Bei der Nutzung von Heizungsanlagen und Kaminöfen innerhalb der Wohnräume ist auch die Anschaffung von CO-Meldern zu empfehlen.

Um sogenannte Entstehungsbrände zu bekämpfen kann auch die Anschaffung eines Feuerlöschers empfohlen werden. Hierbei muss auf die Einsatzmöglichkeiten des jeweiligen Feuerlöschers geachtet werden. Pulverlöscher sind zwar günstig in der Anschaffung, jedoch führen diese zu größeren Verschmutzungen, die sich mitunter auch über mehrere Stockwerke erstrecken können und sind daher eher weniger zu empfehlen. Stattdessen sollte in Wohngebäuden ein sogenannter ABF-Feuerlöscher angeschafft werden. Bei gewerblich genutzten Gebäuden muss hierbei der Einsatzzweck ebenfalls genaustens beachtet werden, beispielsweise dürfen Metallbrände nur mit speziellen Feuerlöschern bekämpft werden. Bei der Nutzung von Feuerlöschern gilt es diese in regelmäßigen Abständen zu warten und nach der Nutzung oder bei einem Defekt umgehend instand setzen zu lassen.

Im Zusammenhang mit sogenannten Entstehungsbränden muss hervorgehoben werden, dass es stets sinnvoll ist, die Feuerwehr zu alarmieren. Auch, wenn der Brand augenscheinlich gelöscht ist können beispielsweise noch Schwelbrände vorliegen und zu einem Wiederaufflammen des Brandes führen.

[1] Oberverwaltungsgericht Münster (1987) Urteil 10 A 363/86 vom 01.12.1987

[2] Vgl. Statista (2018) Anzahl der Brandtoten in Deutschland von 1990 bis 2015

VonThomas Eulenpesch

Vorbeugender Brandschutz: Der Feuerlöscher

Aufgrund verschiedener Einsatzbereiche existieren Feuerlöscher in unterschiedlichen Ausführungen. Diese sind entsprechend auch unterschiedlich in der Handhabung. Auch, wenn beispielsweise bei kleineren Fettbränden in der Küche ein Feuerlöschspray eine sinnvolle Alternative darstellen kann, bietet es sich an einen größeren Feuerlöscher mit 6 kg Löschmittel anzuschaffen. Ein Feuerlöscher ist zwar schwerer bietet jedoch auch eine größere Sicherheit und ist ebenfalls leicht in der Handhabung. Zudem sind die grundlegenden Schritte zur Nutzung des Feuerlöschers immer auf dessen Außenseite aufgedruckt

Wenn Sie ein Feuerlöscher anschaffen möchten, sollten Sie sich stets im Fachhandel beraten lassen. Dort erhalten Sie für den individuellen Einsatzzweck einen geeigneten Feuerlöscher. Beispielsweise können Fettbrände nicht mit einem sogenannten ABC-Feuerlöscher, der gelegentlich von Discountern angeboten wird gelöscht werden. Auch, wenn derartige Feuerlöscher vermeintlich nicht immer die günstigste Methode sind und ein Feuerlöschspray bereits für rund 15-20 € zu erwerben ist, ist ein Feuerlöscher stets die beste Wahl.

Je eher ein Feuerlöscher eingesetzt wird, desto größer die Chance, dass ein Brand bereits im Entstehungsfall eingedämmt oder sogar gelöscht werden kann. Daher sollte auch darauf geachtet werden, dass der Feuerlöscher funktionsfähig ist und regelmäßig gewartet wird. Zudem sollte der einfache Zugang zum Feuerlöscher stets sichergestellt sein.

Bei der Anschaffung eines Feuerlöschers gilt es einiges zu beachten. Der Feuerlöscher sollte stets ein Prüfzeichen aufweisen und für die jeweilige Brandklasse ausgelegt sein. Preiswerte Pulverlöscher erfüllen meist auch Ihren Zweck, führen jedoch auch zu deutlich größeren Verschmutzungen, die sich mitunter auch über mehrere Stockwerke erstrecken können.

Im gewerblichen Bereich kann es auch sinnvoll sein, statt mehreren kleinen Feuerlöschern einen großen, fahrbaren Feuerlöscher einzusetzen. Daher muss auch bei der Auslegung des Feuerlöschers stets der Einsatzzweck beachtet werden. Zu diesem oder weiteren Aspekten des vorbeugenden Brandschutzes beraten wir Sie gerne in Goch, Kleve und Umgebung.

Symbol Brandklasse Beschreibung Beispiel
A Brände von festen Stoffen, die üblicherweise unter Glutbildung verbrennen. Papier, Holz, Kohle
B Brände flüssiger oder sich verflüssigender Stoffe Benzin, Wachs, Kunststoffe
C Brände von Gasen Erdgas, Propan, Methan, Butan
D Metallbrände Aluminium, Magnesium
F Brände von Ölen und Fetten in Fritteusen und Küchengeräten Sonnenblumenöl, Rapsöl