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VonCarina Borgers

Ursachen von Schimmel

Bei Schimmelbefall gilt schon beim ersten Entdecken, den Schimmel umgehend zu bekämpfen und das nicht nur oberflächlich!

Hier erfahren Sie welche Baumängel am häufigsten für Schimmel verantwortlich sind und wer für die Kosten aufkommen muss.

Schimmel – Gefahr für unsere Gesundheit

Schimmel breitet sich nur bei optimalen Bedingungen aus und kann dann gravierende Schäden anrichten. Häufig sind es Baumängel, welche den Schimmel einen guten Nährboden geben. Feuchtigkeit, das richtige Klima und entsprechende Nährstoffe können dazu führen, dass sich Schimmel ausbreitet.

Hohe Luftfeuchtigkeit – häufige Ursache

Mangelndes oder falsches Lüften kann dazu führen, dass die Luftfeuchtigkeit in einem Raum zu hoch ist und Wasser an den Wänden sowie den Fenstern kondensiert. Dies ist eine optimale Voraussetzung für die Entstehung von Schimmel. Regelmäßiges Stoßlüften verhindert die übermäßige Ansammlung von Feuchtigkeit in der Luft.

Neubauten sind gewöhnlich gut gedämmt und dicht, hier ist regelmäßiges Lüften umso wichtiger, denn auch hier kann Schimmel entstehen.

Jedoch sind es meist Altbauten wo der Schimmel vorkommt. Wenn die Außenwand schlecht gedämmt ist oder die Fenster zugig sind, dann kühlen die Räume im Winter schneller aus.

Möbel sollten außerdem so platziert werden, dass die Luft hinter sperrigem Mobiliar gut zirkulieren kann.

Schimmelbefall – viele Bauschäden verantwortlich

Schon bei der Errichtung eines Neubaus entscheidet sich, ob ein Haus anfällig für Schimmel ist. Wenn der Bau beispielsweise nicht genügend Zeit zum Austrocknen hatte, verbleibt Feuchtigkeit in den Grundmauern, die einen idealen Nährboden für Schimmelpilz bilden.

  • Bei einem Neubau ist es wichtig, dass alles gut austrocknet, ehe man das Gebäude bezieht und falsches Lüften sollte vermieden werden.

Bei einer Bestandsimmobilie zeigen sich die Ursachen dagegen in der Regel schleichend und unbemerkt, z. B. undichte Dächer, defekte Dachrinnen oder Risse im Mauerwerk.

  • Wenn in Altbauten Schimmel auftritt, muss schnellstmöglich die Ursache gefunden und beseitigt werden.

Wasseraustritt – eine Ursache für Schimmel

Ereignisse wie eine übergelaufene Duschwanne, Wasserrohrbruch und defekte oder falsch verlegte Rohre können zu einer erhöhten Feuchtigkeitsansammlung führen. Hier kann es auch zu einem Schimmelbefall kommen.

In jedem Fall gilt, schnell handeln!

Schimmelanalyse – bei gesundheitlichen Beschwerden

Wenn Schimmel in der Wohnung festgestellt wird und dazu auch noch gesundheitliche Probleme kommen, sollte man schnell abklären, ob ein Zusammenhang besteht. Hierfür muss ein Abstrich zum Labor geschickt werden.  Dort lässt sich feststellen, um welche Art von Schimmel es sich handelt und eine entsprechende Diagnose der gesundheitlichen Probleme stellen und auch die Ursache der Schimmelbildung leichter bekämpfen.

Dies gilt nur bei einem kleinen Schimmelbefall. Diesen kann man als Heimwerker in der Regel alleine in den Griff bekommen.

Bei größeren Flächen ist es immer ratsam einen Fachmann zu konsultieren.

Schimmelbildung – Wer haftet?

Wenn ein Schimmelschaden durch den Mieter entstanden ist, trägt er die Verantwortung für den Schaden und muss diesen auch entsprechend beseitigen lassen. Das Verschulden lässt sich allerdings oft nicht so einfach eindeutig bestimmen. Aus rechtlicher Sicht muss der Mieter den Mangel zunächst beweisen, danach muss der Vermieter ebenfalls darlegen, dass die Schuld nicht bei ihm liegt, ansonsten wird er dafür haftbar gemacht.

Bei Wohneigentum ist allein der Eigentümer für die Beseitigung des Schimmels und die dabei entstehenden Kosten verantwortlich.

Fazit

Feuchtigkeitsbildung kann zahlreiche Bauschäden nach sich ziehen, wenn Schimmelbefall nicht rechtzeitig behandelt wird. Idealerweise sorgt man also schon vorsorglich dafür, dass es gar nicht erst zu einem Befall kommen kann. Das regelmäßige Lüften aller Wohnräume, das bewusste Platzieren der Möbel sowie auch die Kontrolle gefährdeter Bereiche verhindert, dass es im eigenen Zuhause zu einem Befall kommt.

VonCarina Borgers

Wärmebrücken (Kältebrücken)

Als Wärmebrücke (oftmals fälschlicherweise als Kältebrücken bezeichnet) werden Bauteile bezeichnet, die Wärme rascher nach draußen transportieren, als die angrenzenden Elemente. Unterschieden wird grundsätzlich zwischen konstruktiven, geometrischen und materialbedingten Wärmebrücken.

Wärmebrücken treten bevorzugt an folgenden Orten auf

  • Rollladenkästen
  • Balkone
  • Ecken im Haus
  • Fensterstützen
  • Fensterrahmen
  • Heizkörpernischen Deckenanschlüsse
  • Vorspringende Stahlträger
  • Ungedämmte Stahlbetonbauelemente

Prinzipiell verbergen sich Wärmebrücken immer dort, wo im Kontrast zu den restlichen Bauteilen ein niedrigerer Wärmedurchgangswiderstand besteht.

Wärmebrücken und Schimmelbildung

Gibt es in einem Raum einen kälteren Wandbereich, also eine Wärmebrücke, verflüssigen sich dort bevorzugt die Wasseranteile der Luft. Die Wand ist an dieser Stelle demzufolge fortwährend etwas feucht. Landen darauf Schimmelsporen, finden sie ein geeignetes Milieu zum Wachsen vor. Jede Wärmebrücke neigt deshalb zu Schimmelbildung.

Schimmel aufgrund neuer Fenster

Wenn nur die Fenster ausgetauscht werden, aber die Außenwände so bleiben wie sie sind, entwickeln sich die Außenwände zu einer Wärmebrücke.

Schimmelbildung nach Fenstersanierung lässt sich mindern, wenn häufig gelüftet oder eine Lüftungsanlage installiert wird. Weitaus effektiver erweist sich jedoch bei der Fenstererneuerung die gleichzeitige Dämmung der Außenwände, damit keine Wärmebrücke entsteht.

Aufspüren von Wärmebrücken

Thermografieaufnahmen während der Heizperiode machen an einem Gebäude Wärmebrücken sichtbar, noch bevor Schimmel entsteht. Dazu ist eine Infrarot-Kamera nötig, die verschiedene Temperaturen mit unterschiedlichen Farben aufnimmt. Kältere Bereiche erscheinen blauer und warme in roter Farbe. Dazwischen gibt es noch eine Reihe von farblichen Nuancen.

Bildquelle: Lutz Weidner – Bauthermografie & Luftdichtheitsprüfung, CC BY-SA 3.0

Wärmebrücken – Schimmel vermeiden

Zum Ausmerzen von Schwachstellen wird generell zu einer umfänglichen Fassadendämmung geraten. Unnötige Wärmeverluste lassen sich ausschließen, wenn die wärmende Hülle überall möglichst gleich ist.

Schimmel durch Wärmebrücken

Weil eine Wärmebrücke schneller auskühlt und auftreffende schwüle Luft zum Kondensieren bringt, entsteht ein ständig nässender Bereich, auf dem sich leicht Schimmelpilze ansiedeln.

VonThomas Eulenpesch

Nachträgliche Innendämmung

Eine Wärmedämmung soll dazu beitragen, dass der Durchgang der Wärmeenergie an der Gebäudehülle vermindert wird. Dadurch, dass sich der Wärmestrom jeweils in die Richtung der niedrigeren Temperatur (im Winter die Außentemperatur) bewegt, findet eine Wärmeübertragung vom Innenraum hin zur Oberfläche der Außenwand statt. Durch einen ausreichenden Wärmeschutz soll die Wärme länger im Gebäude erhalten werden und somit die notwendige Heizenergie reduziert werden.

Sowohl eine Dämmung der äußeren Wandoberfläche als auch eine Innendämmung können dazu beitragen, den Wärmeverlust deutlich zu reduzieren. Hierfür können unterschiedliche Materialien eingesetzt werden, um den Wärmestrom zu reduzieren. Maßgeblich hierfür ist jeweils, dass die Materialien eine geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen.

Insbesondere eine Innendämmung ist bei einer fehlerhaften beziehungsweise unsachgemäßen Ausführung kritisch zu betrachten. Denn hierdurch kann eine Schimmelbildung begünstigt werden. Daher ist es notwendig einerseits die richtigen Materialien einzusetzen und andererseits diese auch korrekt zu verarbeiten.

Damit nach der Durchführung einer Innendämmung Feuchtigkeit und Schimmel keine Probleme darstellen sollte zunächst dafür gesorgt werden, dass die Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen zwischen 40 % und 60 % liegt. Durch eine Wärmedämmung innerhalb des Gebäudes, wird bei einer korrekten Ausführung die bestehende Luftzirkulation, die sich bei älteren Gebäuden meist durch undichte Mauerwerksfugen oder Ähnliches ergibt, nachträglich verhindert.

Dies führt mithin dazu, dass der Luftaustausch zwischen Innenraum und der Außenwelt deutlich reduziert wird. Folglich kann die Luftfeuchtigkeit im Gebäude ansteigen und somit das Wachstum von Schimmelpilzen begünstigen. Daher muss im Zuge einer Innendämmung stets darauf geachtet werden, dass ein notwendiger Luftwechsel weiterhin erreicht werden kann. Hierzu ist neben der fachgerechten Montage der Innendämmung auch eine genaue Berechnung des notwendigen Lüftungsstroms und bei Bedarf der Einbau von technischen Maßnahmen notwendig.

Nachträgliche Innendämmung (Einblasdäummgun mit Dämmhülsen), Foto: Arnold Drewer; IPEG-Institut

 

Dämmstoffe für die Innendämmung

Für die Innendämmung werden unterschiedliche Materialien angeboten. Neben synthetischen Dämmstoffen werden hierfür beispielsweise Dämmstoffe aus Cellulose oder Holzfasern angeboten. Auch mal moralische Dämmstoffe wie Steinwolle oder Glaswolle eignen sich hierfür. Darüber hinaus werden im Rahmen der Innendämmung häufig auch sogenannte Klimaplatten beziehungsweise Calciumsilikatplatten eingesetzt.

Calciumsilikatplatten kennzeichnen sich dadurch, dass aufgrund der Vielzahl von Mikroporen Wasser aufgenommen, gespeichert und bei einer verringerten Raum Luftfeuchtigkeit wieder abgegeben werden kann. Somit tragen diese Platten auch zur Regulierung der Raum Luftfeuchtigkeit bei. Zudem können aufgrund des hohen pH-Wertes Schimmelpilze nicht beziehungsweise kaum wachsen. Auf der anderen Seite müssen diese Platten jedoch besonders sorgsam verarbeitet werden und eignen sich nicht für jede Art der Wandgestaltung.

 

Schimmel mit Innendämmung vermeiden

Nur dann, wenn die Innendämmung fachgerecht ausgeführt wird, und weitere wichtige Rahmenbedingungen erfüllt werden, lassen sich die Bildung von Feuchteschäden und Schimmelbildung nach einer Innendämmung vermeiden. Im Allgemeinen wird bei einem Wärmeschutz von Gebäuden eine Außendämmung empfohlen. Jedoch müssen hierbei stets die individuellen Rahmenbedingungen beachtet werden, sodass eine genauere Analyse vor Ort notwendig ist. Gerne stehen wir Ihnen hierbei beratend zur Seite.

 

VonThomas Eulenpesch

Passivhaus, Nullenergiehaus oder Plusenergiehaus – was steckt dahinter?

Unter den „Energiesparern“ sind Passivhäuser derzeit die am weitesten verbreitete Bauform. Die Häuser der Zukunft sind aber Nullenergie­ oder Plusenergiehäuser.
So unterscheiden sich die Gebäudestandards. 

Passivhaus

Das Passivhaus verbraucht fast drei Viertel weniger Heizwärme als ein durchschnittlicher Neubau, der den derzeitigen, gesetzlich vorgegebenen Energiestandards entspricht. Für diese enorme Energieeinsparung sorgen besonders energieeffiziente Bauelemente sowie eine spezielle Lüftungstechnik. So halten dreifach- und wärmeschutzverglaste Fenster sowie eine hochwirksame Dämmung in Außenwänden, Dach und Bodenplatte die Wärme im Haus. Die Lüftungsanlage sorgt für gleichbleibend frische Luft. Zum Heizen nutzen Passivhäuser die im Inneren des Hauses vorhandenen Energiequellen – beispielsweise die Körperwärme von Personen oder einfallende Sonnenwärme.

Nullenergiehaus

Eine Weiterentwicklung des Passivhauses ist das Nullenergiehaus. Es verbraucht nur so viel Energie, wie es selbst auch produziert. Das bedeutet, dass keine
Fremdenergie für Warmwasser, Kühlung oder Heizung benötigt wird. Der Stromverbrauch für Licht, Geräte oder Maschinen wird dabei allerdings nicht berücksichtigt. Ein Nullenergiehaus nach aktuellem Standard funktioniert also nicht komplett autark: Während die Sonne im Sommer zur Energiegewinnung genutzt werden kann, fällt diese Möglichkeit im Winter weg. Nullenergiehäuser sind daher an das allgemeine Stromnetz gekoppelt. Das heißt, sie können überschüssige Energie in das Stromnetz einspeisen, im Winter dafür Energie aus dem Netz beziehen. Nullenergiehäuser gelten aber dennoch als energieneutral, weil sie auf das Jahr gerechnet genau die Energiemenge produzieren, die gebraucht wird.

Plusenergiehaus

Plusenergiehäuser gelten als die bislang am weitesten entwickelte Form eines energieeffizienten Gebäudes. Ein Plusenergiehaus produziert mehr Energie als
seine Bewohner verbrauchen und ist emissionsfrei. Erreicht wird dieser Standard unter anderem durch eine hocheffiziente Anlagentechnik und eine komplett
regenerative Energieversorgung. Zusätzlich erzeugt eine Photovoltaikanlage Solarstrom. Die überschüssige, nicht genutzte Energie kann beispielsweise in das
öffentliche Netz eingespeist oder zum Aufladen eines Elektroautos genutzt werden. Häuser, die einen Energieüberschuss produzieren und diesen auch speichern können, sind energieautark.